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Österreichische Esperanto-Bewegung |
Der Platz für Esperanto |
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In einer Welt,
in der die englische Sprache die führende Rolle einnimmt, muss sich ein Verfechter des Esperanto schon die Frage stellen, welche Position denn Esperanto einnehmen soll. Englisch von der führenden Position verdrängen zu können erscheint aussichtslos. Allerdings gibt es bei der weltweiten Anwendung des Englischen große Lücken, in geografischer, quantitativer und vor allem qualitativer Hinsicht.
Durch das Internet gibt es kaum mehr geografische Grenzen für die schriftliche Anwendung einer Sprache. Wenn man im Internet etwas sucht und dabei die Grenzen des eigenen Landes bzw. der eigenen Sprache überschreiten muss, dann kommt man automatisch auf Englisch. In dieser Sprache findet man dann doch noch am meisten. Passive Kenntnisse des Englischen sind also schon aus diesem Grund unerlässlich. Ganz anders stellt sich die mündliche Anwendung des Englischen dar. Schon das bloße Hören von englischen Texten in Radio und Fernsehen stellt für viele Menschen, die jahrelang Englisch gelernt haben, eine unüberwindbare Hürde dar, da sie nicht in der Lage sind, das Gehörte zu identifizieren und dann auch noch sofort zu übersetzen. Da fehlt es eben am Hörverständnis und am Vokabelwissen. Das gilt auch für das Englisch-Sprechen. Da kommt dann aber noch die zusätzliche Schwierigkeit einer halbwegs akzeptablen Aussprache dazu. Englisch wird weltweit auf so viele unterschiedliche Weisen ausgesprochen, dass es für den Normalsterblichen unmöglich ist, mündlich auf Englisch auf einem über das Allernotwendigste hinausgehende Niveau zu sprechen. Eine angeregte Unterhaltung auf Englisch mit einem Menschen aus einem anderen Land stößt somit sehr bald an ihre sprachlichen Grenzen. Mimik und Gestik helfen da auch nicht viel, weil auch hier viele Missverständnisse möglich sind. Hier kann Esperanto ansetzen: Esperanto ist sehr gut verständlich (die Laute können sehr gut als Buchstaben identifiziert werden) und kann dank des geringeren Vokabelbedarfs sehr leicht sofort übersetzt werden. Dies trifft auch für das Sprechen zu. Eine gut verständliche Aussprache ist beim Esperanto leicht zu erreichen. All das führt dazu, dass man Esperanto schon in relativ kurzer Zeit auf einem gehobenen Konversationsniveau sprechen kann. Da man bei Esperanto-Treffen und über das Internet Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen kann, bietet Esperanto somit die Möglichkeit, sich mit Menschen aus der ganzen Welt geistig auszutauschen. Das erweitert den eigenen geistigen Horizont beträchtlich und schafft ein weltweites Netz persönlicher Beziehungen. Dadurch trägt Esperanto zum Abbau von Vorurteilen bei und schafft eine Atmosphäre des Vertrauens und der Zusammenarbeit. Die institutionelle Einführung des Esperanto hingegen liegt noch in weiter Ferne. Aber es können EU-Abgeordnete, die des Esperanto mächtig sind, miteinander interfraktionell und länderübergreifend zusammenarbeiten. Erste Ansätze dafür sind schon vorhanden. Esperanto zu erlernen erfordert einen relativ kleinen Zusatzaufwand, der sich aber schnell lohnt. Verglichen mit der Notwendigkeit des lebenslangen Lernens beim Englischen bietet Esperanto schnell einen hohen Zusatznutzen und ist deshalb Menschen, die sich gerne mit Menschen aus anderen Kulturen unterhalten wollen, wärmstens zu empfehlen. Esperanto - die Sprache für eine gute interkulturelle Atmosphäre!
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Aŭstria Esperanto Movado |