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Österreichische Esperanto-Bewegung |
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Was für Menschen sprechen Esperanto? |
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Für jemanden, der gerne selbst Esperanto in der Praxis anwenden möchte,
ist es interessant zu wissen, was denn sonst für Menschen Esperanto
sprechen. Nun, eine wissenschaftliche Studie kann ich hier nicht
vorlegen, aber in über 30 Jahren praktischer Anwendung des Esperanto
habe ich mir doch so einiges zusammenreimen können, wie das denn so ist
mit den Leuten, die Esperanto sprechen.
Es gibt sicher verschiedene Typen von Esperanto-Sprechern: Da sind einerseits die Sprachexperten, die neben Esperanto noch mehrere andere Sprachen sprechen und andererseits die Techniker/Naturwissenschaftler, die zwar über Fremdsprachenkenntnisse (z. B. Englisch) verfügen, aber damit nicht allzu glücklich sind, weil sie sich damit nur sehr begrenzt ausdrücken können. Meines Erachtens überwiegt dieser letztere Typ bei weitem. Dann gibt es noch aus früheren Zeiten die Arbeiter-Esperantisten, für die Esperanto eine Möglichkeit bot, aus dem engen sozialen Umfeld auszubrechen. Ja, und da sind dann noch die Frauen: Es ist ein bekanntes Phänomen, dass Frauen vor allem in Osteuropa und Russland Esperanto lernen, damit sie einen Lebenspartner im Westen finden können. Aus diesem Grund sind bei Esperanto-Jugendtreffen immer genügend junge Frauen da und so mancher Mitteleuropäer hat sich schon von den Reizen osteuropäischer Frauen betören lassen. Die daraus entstehenden Ehen bilden eine solide soziale Basis für die weitere Existenz des Esperanto, sind doch diese Menschen die treuesten Teilnehmer an internationalen Esperanto- Veranstaltungen. Die Kinder wachsen dann mehrsprachig auf und lernen schon früh auch Esperanto. In weltanschaulicher Hinsicht überwiegen eher die Linken, doch ist das Verhältnis doch ausgewogen. Eine starke Gruppe stellen die religiös orientierten Menschen dar. Im großen und ganzen ist die ideologische Komponente rückläufig. Esperanto-Sprecher sind naturgemäß an inter- nationaler Politik, an europäischen Fragen überdurchschnittlich interessiert. Sprachinteressierte Menschen sind im allgmeinen stärker kulturell als sportlich orientiert. Musik ist ja auch eine internationale Sprache. In wirtschaftlicher Hinsicht überwiegen Menschen mit mittlerem bis geringerem Einkommen. Esperanto ermöglicht schließlich preisgünstige Urlaube mit hohem Erlebniswert. Statt bezahlter Animation tragen die einzelnen Teilnehmer untereinander zur Unterhaltung bei. Bei gegen- seitigen privaten Besuchen fallen keine Hotelkosten an. Es gibt dafür einen weltumspannenden Dienst, den "Pasporta Servo". Esperanto-Sprecher sind eine bunt gemischte Menschengruppe. Es sind Menschen, die nicht nur konsumieren wollen, sondern sich mit ihren persönlichen Fähigkeiten einbringen wollen. |
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Aŭstria Esperanto Movado |