Filmclub Zwettl/NÖ (21499 bytes)
Anspruchsvolle Filme abseits vom Mainstream in Zwettl/NÖ

in Waldviertler-Kinos, Gartenstr. 9, 3910 Zwettl



Mi 15.2.2012 20 Uhr  Blue Valentine

Blue Valentine am Mi 15.2.2012 um 20 Uhr im Kino Zwettl/NÖ

Vom Suchen, Finden und Verlieren der Liebe

USA 2010  -  Drama/Romanze  -  112 Min.  -  Regie: Derek Cianfrance   -  Verleih: Polyfilm

Vom Suchen, Finden und Verlieren der Liebe: BLUE VALENTINE erzählt vom ersten Zauber bis zum Schmerz einer Leidenschaft. „Ein herzzerreißend schöner Film... Vielleicht der schönste Film des Kinojahres. Der Film, dessen Bilder und Emotionen noch lange nachwirken, erzählt von der Wahrheit hinter einer Love Story und der Zerbrechlichkeit von Erwartungen. Nach sechs gemeinsamen Jahren scheint Deans (Ryan Gosling) und Cindys (Michelle Williams) Ehe am Ende. Was als romantische Leidenschaft mit unbedingter Hingabe begann, ist schleichender Ernüchterung gewichen. Wie es so weit kommen konnte, weiß keiner von ihnen. Als letzten Ret-tungsversuch für ihre Ehe verbringen Dean und Cindy eine Nacht in einem Motel, in der zärtliche Erinnerungen an die erste Zeit als Paar wieder lebendig werden. Oscar-Nominierung 2011: Beste Hauptdarstellerin (Michelle Williams).

Fr 17.2.2012 19:30 Uhr  SAHARA IN MIR (Film + Diskussion mit Erika Pluhar)

Fr 17.2.2012 um 19:30 Uhr  SAHARA IN MIR in der Galerie Blaugelbe Zwettl, Propstei 1, 3910 Zwettl/NÖ

Film + Diskussion mit Erika Pluahr in der Galerie Blaugelbe Zwettl, Propstei 1

A 2011  Doku   85 Min.  Regie: Erika/Ignaz Pluhar   


Ein Reisebericht. Auch so könnte man dieses filmische Projekt nennen, das zwischen Doku und Gestaltung angesiedelt und nicht nahtlos einzuordnen ist. Ein Bericht über die Reise eines jungen Wieners dorthin, woher er stammt – und in seinem 26-jährigen Leben nie gewesen ist. Wer ihn auf dieser Reise begleitet, ist seine „Oma“. Ignaz Pluhar ist ein Saharaui. Seine leiblichen Eltern, die er nicht kennt, waren Flüchtlinge aus dem afrikanischen Land WESTSAHARA, das von Marokko 1975 völkerrechtswidrig besetzt wurde. Sie flohen wie große Teile der Bevölkerung unter der Führung der Freiheitsbewegung „Frente Polisario“ über die Grenze nach Algerien, wo sich bis heute die Zeltstädte und die Regierung des saharauischen Exils befinden (genannt DARS – demokratische arabische Republik Sahara). Schicksalhafte Umstände ließen den Säugling als Findelkind in das Haus Erika Pluhars gelangen, die mit ihrer Tochter Anna zuvor mehrmals die saharauischen Flüchtlingslager besucht hatte. Anna zog Ignaz auf, ohne ihm die Umstände seiner Herkunft auch nur im Geringsten zu verhehlen. Er wurde als auf selbstverständliche Weise ihr Sohn, ohne deshalb je unter Konflikten zu leiden. Natürlich erfuhr er Wienerische Rassismen, aber die heimische Liebe und Geborgenheit gaben ihm genügend Gelassenheit, damit fertig zu werden. „Sahara in mir“ ist kein spannungsgeladene, er ist ein erzählerischer Film, in den die Würde und schöne Gelassenheit der sharauischen Menschen einfloss. Menschen, die ein unzumutbare und grausam ausgesetzte Lebenssituation seit fast 35 Jahren zu bewältigen versuchen, ohne aufzugeben. Ohne ihren Stolz zu verlieren, und ohne einem Besucher Elend und Tragik betont jammervoll vor Augen zu führen. Dies mag der Zuseher vielleicht vermissen, in einer Zeit, wo wir medial immer nur das Grauen serviert bekommen. Wo nur Bilder des Grauens uns noch Interesse an einem Konfliktherd irgendwo auf Erden abringen können. Aber die Saharauis lehnen Terrorismus ab. Sie führten einige Zeit Krieg. Aber sie operierten nie mit Terror für ihre Interessen. Ignaz erlebt die Situation seines Volkes auf dieser Reise auch als eine ihn bewegende Schönheit. Er erlebt, bei aller Unwirtlichkeit, die Schönheit der Wüste. Die Schönheit der Menschen. Die Schönheit dieses Kampfes, in Würde zu überleben. Und er erlebt sich selbst und seine Zugehörigkeit als fast verwirrende Selbstverständlichkeit. Die Bilder des wunderbaren Kameramannes Karl Kofler tun ein übriges, uns mit diesem Film eindrucksvoll von der Sahara zu erzählen, von einer gewaltigen, gewaltsamen Weite, in der sich die Menschen, rechtlos und unfrei, dennoch behaupten müssen. Die sieben Tag dieser Reise, dieses Aufenthalts, informierten sogartig mehr und mehr politisch, führten mit Zuneigung zu Menschen, überwanden Fremdheit.


Mi 29.2.2012 20 Uhr  LE HAVRE

Mi 29.2.2012 um 20 Uhr LE HAVRE - Aki Kaurismäki's letzter Film im Kino Zwettl/NÖ

Aki Kaurismäki's letzter Film erzählt die Geschichte eines gescheiterten Literaten, der auf einen jungen Flüchtling aus Afrika trifft

Finland/D/F 2011   Tragikomödie  93 Min. Regie: Aki Kaurismäki   Verleih: Stadtkino  
Aki Kaurismäki drehte nach längerer Pause erstmals wieder außerhalb Finnlands und erzählt die Geschichte eines gescheiterten Literaten, der auf einen jungen Flüchtling aus Afrika trifft. Marcel Marx (André Wilms), früher Autor und wohlbekannter Bohemian, hat sich vor längerer Zeit in sein frei gewähltes Exil, die Hafenstadt Le Havre, zurückgezogen. Hier geht er inzwischen der ehrenwerten, aber nicht sonderlich einträglichen Tätigkeit eines Schuhputzers nach. Der Traum vom literarischen Durchbruch ist längst begraben und trotzdem führt er ein zufriedenes Leben mit seiner Frau Arletty (Kati Outinen). Doch plötzlich er-krankt Arletty schwer, gleichzeitig kreuzt das Schicksal seinen Weg in Gestalt des minder¬jährigen Flüchtlings Idrissa (Blondin Miguel) aus Afrika.

Mi 14.3.2012 20 Uhr  MELANCHOLIA

Mi 14.3.2012 um 20 Uhr MELANCHOLIE im Kino Zwettl/NÖ

Lars von Trier macht Schluss mit uns: Der Weltuntergang steht unmittelbar bevor.
DK/S/F/D/I 2011  Drama/Science Fiction/Thriller  136 Min.   Regie: Lars von Trier      Verleih: Filmladen
Lars von Trier macht Schluss mit uns: Der Weltuntergang steht unmittelbar bevor.
Lars von Trier macht Schluss mit uns: Der Weltuntergang steht unmittelbar bevor, da der Planet Melancholia Kurs auf die Erde genommen hat. Justine (Kirsten Dunst) und Michael (Alexander Skarsgård) feiern ihre Hochzeit mit einem rauschenden Fest auf dem Landsitz von Schwester (Charlotte Gainsbourg) und Schwager (Kiefer Suther¬land) der Braut. Währenddessen nähert sich der riesige Planet Melancholia immer weiter bedrohlich der Erde.


Mi 28.3.2012 20 Uhr  HABEMUS PAPAM - Ein Papst büxt aus

Mi 28.3.2012 um 20 Uhr HABEMUS PAPAM im Kino Zwettl/NÖ

Die Geschichte vom Papst der nicht Papst sein wollte
I/F 2011    Drama/Komödie   102 Min.    Regie: Nanni Moretti    Verleih: Polyfilm
Gott und die Welt haben ihn erkoren. Aber seine innere Stimme sagt ihm, dass sie sich irren. Die Geschichte vom Papst, der nicht Papst sein will. Die Kirchenglocken läuten, weißer Rauch steigt in den Himmel und Abertausende auf dem Platz vor dem Peters¬dom harren in froher Erwartung. Doch Kardinal Melville (Michel Piccoli) ist panisch. Man hat ihn zum Papst ge¬wählt. Was soll er bloß tun? Er kann sich der Welt nicht zeigen – und tut es auch nicht. Schon bald ist die ganze Welt in Sorge, während der Vatikan verzweifelt nach Lösungen sucht. Wie der Papst selbst auch, nur eben auf seine Art: Er büxt aus.


Mi 11.4.2012 20 Uhr  DREIVIERTELMOND

Mi 11.4.2012 um 20 Uhr DREIVIERTELMOND im Kino Zwettl/NÖ

Elmar Wepper erhält durch ein türkisches Mädchen neue Lebensfreude
D 2011    Drama/Komödie    94 Min.    Regie: Christian Zübert      Verleih: Filmladen    
Elmar Wepper erhält als hinreißend mürrischer Taxifahrer durch ein 6jähriges türkisches Mädchen neue Lebensfreude. Hartmut Mackowiak (Elmar Wepper) steht unter Schock. Seine Frau (Katja Rupé) verlässt ihn nach 30 Ehejahren für einen anderen Mann. Plötzlich muss er sein Leben noch einmal vollkommen neu ordnen, und dabei hat der mürrische Taxifahrer doch am liebsten seine Ruhe und verschanzt sich hinter einem Panzer aus Vorurteilen, Selbstgenügsamkeit und skeptischer Ablehnung gegenüber allem Fremden und Neuen. Da passt es ihm auch gar nicht, dass plötzlich die 6-jährige Hayat (Mercan Türkoglu) mutterseelenallein in seinem Taxi auftaucht, kein Deutsch spricht und nun auf seine Hilfe angewiesen ist. Alle Versuche, sie loszuwerden, scheitern. Und obwohl er gerade seine Frau zur Rückkehr bewegen will, macht er sich schließlich auf die Suche nach Hayats Mutter. Dabei dämmert es ihm: Vielleicht ist es nicht er, der Hayat hilft, sondern sie ihm.


Mi 25.4.2012 20 Uhr  NICHTS ZU VERZOLLEN

Mi 25.4.2012 um 20 Uhr NICHTS ZU VERZOLLEN im Kino Zwettl/NÖ

Französische Komödie - grenzenlos lustig
F 2010    Komödie    108 Min.    Regie: Dany Boon      Verleih: Luna    
Die Macher des Kino-Hits "Willkommen bei den Sch'tis" sind zurück und präsentieren ihre neue Erfolgskomödie, die im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos lustig ist. Das französisch/belgische Grenzörtchen Courquain blickt schweren Zeiten entgegen - seit in Europa so kriminelle Beschlüsse wie das Schengener Abkommen in Kraft treten: die Abschaffung der stationären Grenzkontrollen. Das jedenfalls findet der belgische Grenz-Beamte Ruben (Benoît Poelvoorde). Sein französischer Gegenspieler Mathias Ducatel (Dany Boon) steht nur wenige Meter ent¬fernt. Rubens schlimmste Befürchtungen werden war, als er zum mobilen französisch-belgischen Patrouillen¬dienst antreten soll, und das ausgerechnet mit Mathias, der noch dazu mit seiner hübschen Schwester liiert ist… Wie sein Vorgänger "Willkommen bei den Sch'tis" spielt die bissig romantische Komödie NICHTS ZU VERZOLLEN mit dem Thema Vorurteile und der Liebe zu den kleinen Leuten. Mit seinem untrüglichen Gespür für Timing und Situationskomik und dem für ihn typischen liebevollen Blick auf menschliche Schwächen lässt Dany Boon erneut Gegensätze aufeinanderprallen, dass die Funken nur so sprühen. Ein absurd komischer, actionreicher Spaß und doch zugleich ein warmherziges Plädoyer für die Aufhebung der festzementierten Grenzen in den Köpfen der Menschen.


Kulturvernetzung Filmclub Zwettl Veranstaltungen


 

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Filmclubvorstand (nicht vollständig - im Kino Zwettl): (vlnr) Dr.Manfred Haydn, Hannes Linser, Mag.Herta Freund-Klopf, Fritz Haslinger (24292 bytes)Der vollständige Vereinsvorstand besteht aus:
Mag. Herta Freund-Klopf (Obfrau), Dr. Ulrike Haydn-Raab (Obfrau-Stv), Bruno Gorski (Kassier), Dr. Manfred Haydn (Kassier-Stv), Hannes Linser (Schriftführer), Fritz Haslinger (Schriftführer-Stv), Martin Anibas (Rechnungsprüfer) und Bernhard Vielkind (Rechnungsprüfer).
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