Mein heuriger Haupturlaub führt mich diesmal in die Dominikanische Republik.
Da Renate und Robert zeitgleich zu einem Trip "Round the World" aufbrechen, sind wir diesmal nur zu dritt. Mit mir
begeben sich Sonja und Karl auf die Reise.
Nachdem wir wieder den Vorabend-Check-In genutzt haben, werden wir am 26. November um 5 Uhr von daheim abgeholt und
zum Flughafen Wien-Schwechat
gebracht. Erste Etappe ist der Flug mit Austrian Airlines nach
Frankfurt. Sieht es
zunächst aus als ob alles pünktlich ablaufen würde, sitzen wir dann doch noch über eine Stunde im Flugzeug bevor
wir endlich aufbrechen. Grund ist die Überlastung des Zielflughafens! Zum Glück haben wir aber trotz der Verspätung
noch genug Spielraum um unseren Anschlussflug, mit Condor nach
Punta Cana, ohne Probleme zu erreichen. Der
10stündige Flug verläuft ohne Probleme, lediglich beim Einsteigen leiste ich mir ein leichtes Blackout: ich habe im
Kopf noch die Sitzplatznummer vom Flug aus Wien und nehme diesen Sitz auch ein. Erst nach einigen Minuten wundere
ich mich wo meine Reisebegleiter bleiben. Genau in diesem Augenblick erscheint Sonja und fragt mich ob bzw. warum
ich nicht bei ihnen sitzen will. Erst da wird mir mein Irrtum bewusst und schnell wechsle ich auf den richtigen
Platz. Ansonsten verläuft der Flug, wie schon gesagt, problemlos und gegen 16.15 Ortszeit (MEZ - 5 Stunden) landen
wir in Punta Cana. Die Einreiseformalitäten bringen wir, obwohl zeitgleich auch noch eine andere Maschine gelandet
ist und wir beim Zoll noch zur Gepäckskontrolle zitiert werden, überraschend schnell hinter uns. Vor dem Flughafen
wartet schon die Reiseleiterin von Gulet, und da wir anscheinend ihre
einzigen Reisenden sind, verfrachtet sie uns gleich in ein Taxi welches uns in einer etwa halbstündigen Fahrt ins
Hotel RIU Palace Punta Cana
bringt. Hier bleiben wir zunächst vier Tage, bevor wir am 1. Dezember zu einer Rundreise aufbrechen, um im
Anschluss daran nochmals für etwas mehr als eine Woche hier abzusteigen. Deswegen möchte ich den Bericht über das
Hotel auch nicht an dieser Stelle schreiben, sondern erst nach der Rundreise. Jedenfalls nutzen wir die paar Tage
im Hotel um uns zu akklimatisieren. Bei herrlichem Badewetter vergeht die Zeit auch rasend schnell.
RIU Palace Punta Cana
Am Morgen des 1. 12. starten wir dann zur Rundreise. Bereits um 7.45 werden wir vom Hotel abgeholt. Angenehm ist
dass die Reisegruppe lediglich aus 9 Personen besteht. Reiseleiter ist Henni, ein seit 17 Jahren in der
dominikanischen Republik lebender Holländer. Erste Station ist, nach etwa einstündiger Fahrt, die Stadt
Higüey. Hier besichtigen wir die Basilica
Nuestra Senora de la Altagracia. Die moderne Wallfahrtskirche, sie wurde erst im vorigen Jahrhundert erbaut und im
Jänner 1971 eingeweiht, bietet - sowohl von außen als auch im Innenraum - einen doch eher futuristischen Anblick.
Mir persönlich, und da bin ich auch in unserer kleinen Gruppe nicht allein, gefallen da die alten Kirchen die ich
aus der Heimat gewohnt bin bei weitem besser! So bleibt der Aufenthalt hier relativ kurz bevor die Fahrt weitergeht.
Unser nächstes Ziel ist das Künstlerdorf Altos de Chavon.
Das Dorf wurde zwar erst in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts errichtet, allerdings im Stil des mittelalterlichen
Südeuropas, so dass es überaus sehenswert ist. Aus dem gesamten Ensemble stechen vor allem die Kirche des hl.
Stanislaus, in der sich auch das Grab des gleichnamigen polnischen Heiligen befindet, und das Amphitheater mit
seinen 5000 Plätzen, das 1982 mit einem Konzert Frank Sinatras
eröffnet wurde und in dem auch heute noch oft nationale und internationale Künstler auftreten, heraus. Besonders
schön ist auch die Lage auf einem Hügel über dem Fluss Chavon, so dass sich einem ein schöner Ausblick auf die
Umgebung auftut.
HIGÜEY: Basilica Nuestra Senora / ALTOS DE CHAVON: Kirche San Estanislao / Amphitheater / Blick auf den Chavon
Auf dem Weg nach Santo Domingo machen wir
noch einen Stopp bei den Cuevas de las Maravillas.
Die Tropfsteinhöhle ist seit 2003 für die Öffentlichkeit zugänglich, Besichtigungen sind allerdings nur mit Führer
möglich. Das Innere der Höhle kann man auf einem etwa 240 langen beleuchteten Pfad erkunden. Sehenswert sind
einige Wandmalereien, die aus der Zeit der Indios stammen (sollen). Laut Henni soll das zwar erwiesen sein,
allerdings wurden die Zeichnungen nachgemalt, so dass, vor allem bei laienhaften Besuchern wie wir es sind, immer
wieder Zweifel daran auftauchen. Beim Verlassen der Höhle stellen wir mit Erstaunen fest, dass es hier sogar einen
Aufzug gibt, der uns wieder bis fast an die Oberfläche zurückbringt. Leider ist in der Höhle das Fotografieren
verboten.
Damit machen wir uns auf zur letzten Etappe des heutigen Tages. Auf dem Weg ins Zentrum Santo Domingos passieren wir
den Faro a Colón. Unter dem Leuchtturm
Columbus´ habe ich mir eigentlich ganz etwas anderes vorgestellt als uns erwartet. Es ist eigentlich nichts anderes
als ein riesiges Gebäude in Form eines großen Kreuzes. Wenn man bedenkt, dass für den Bau 50 000 Menschen umgesiedelt
wurden und 100 Mio. Euro ausgegeben wurden, wirkt er ziemlich unspektakulär und inzwischen auch ungepflegt.
Eindrucksvoll soll er sich angeblich in der Nacht präsentieren, wenn dank 157 Lichtsäulen ein weithin sichtbares
Kreuz in den Himmel projiziert wird. Gegen 14 Uhr erreichen wir dann das Zentrum der Altstadt, den Parque Colon.
Hier machen wir zunächst Mittagspause, bevor wir zu einem rund zweistündigen Stadtrundgang aufbrechen. Wir starten
mit der Kathedrale und begeben uns anschließend zum Plaza de la Hispanidad. Hier werden wir zunächst von einem
riesigen künstlichen Christbaum begrüßt. Wer den gesponsert hat ist wohl klar ersichtlich. Dahinter befindet sich
der Alcazar de Colon, der Palast des damaligen Vizekönigs, von dem aus über Jahrhunderte die Neue Welt regiert wurde.
Heute befindet sich hier ein kleines Museum mit Relikten aus der damaligen Zeit. Weiters besuchen wir noch das
Nationalpantheon, Grabstätte der wichtigsten Personen der dominikanischen Geschichte, und die Festung Ozama, einst
als Gefängnis genutzt bietet sich heute vom 20m hohen Turm ein schöner Ausblick über die Stadt. Von hier aus gehen
wir zum Quartier für die heutige Nacht, das Hodelpa Caribe Colonial.
Es liegt direkt im Zentrum, auf halbem Weg zwischen Parque Colon und Plaza de la Hispanidad, dürfte erst kürzlich
renoviert worden sein und macht insgesamt einen sehr netten Eindruck. Den Rest des Tages verbringen wir mit einem
Bummel über die Einkaufsstraße El Conde, sowie mit einem gemütlichen Abendessen.
SANTO DOMINGO: Faro a Colón / Weihnachtsbaum / Alcázar de Colón / Turm der Festung Ozama
Bevor wir die Stadt am Morgen verlassen besuchen wir noch einen lokalen Markt. Beim Durchstreifen zeigt uns Henni
die verschiedensten Früchte, örtliche Spezialitäten und natürlich auch ein paar Stände für (Hühner)Fleischverarbeitung.
Fast überall findet man Mamajuana, das
dominikanische Universalmittel gegen - fast - jede Krankheit, bestehend aus Rum, Wein und Honig, welche in einer
Hölzer/Kräuter Mischung angesetzt werden. Danach fahren wir noch beim Nationalpalast vorbei. Hinein kann man zwar
nicht, aber ein paar schöne Fotos sind doch möglich. Anschließend verlassen wir die Stadt auf der Autobahn in
Richtung Nordosten. Unterwegs machen wir einen Fotostopp bei einer Kaserne. Hier sind die Panzer mit Lichterketten
und Weihnachtsmännern verziert und es steht auch ein Christbaum vor der Einfahrt, geschmückt mit allerhand Sachen
aus dem militärischen Tagesbedarf (Trinkflaschen, Geschirr, etc.). Bei La Vega
verlassen wir dann die Autobahn und fahren über eine enge und steile Straße, von den Einheimischen Todesstraße
genannt, hinein in die zentraldominikanischen Alpen bis nach Jarabacoa.
Hier beziehen wir zunächst unsere Quartier im urigen Hotel Rancho Baiguate.
Die Zimmer sind sehr einfach aber rein, die Fenster bestehen nur aus Fliegengitter und bereits bei der Ankunft macht
uns Henni darauf aufmerksam, dass es hier bereits öfters Probleme mit größeren Spinnen in der Unterkunft gegeben hat.
SANTO DOMINGO: fahrender(?) Marktstand / Nationalpalast / geschmückter Panzer / RANCHO BAIGUATE: Sonja sucht Spinnen
Nach dem Mittagessen starten wir zu einer etwa dreistündigen Truckfahrt (Kosten für beides zusammen 17 USD). Bald
nach der Abfahrt besuchen wir eine der staatlichen Grundschulen. Bei den Jüngsten werden wir mit einem Lied
empfangen, bei der nächsten Altersstufe gibt es zur Begrüßung ebenfalls ein Lied, diesmal aber die dominikanische
Nationalhymne. Schön zu sehen wie der Nationalstolz schon in diesem Alter ausgeprägt ist: die Jungs salutieren
dabei, die Mädchen halten die Hand ans Herz. Zur Belohnung verteilen wir natürlich jede Menge Süßigkeiten bevor wir
wieder den Truck besteigen. Als nächstes durchstreifen wir die Nobelgegend von Jarabacoa. Durch das hier angenehme
Hochlandklima haben sich viele reiche und prominente Dominikaner und natürlich auch Ausländer hier angesiedelt.
Dementsprechend gibt es tolle Villen zu sehen. In mir drängt sich der Vergleich auf, dass wir hier durch das
"Beverly Hills" der dominikanischen Republik fahren. Gegen Ende der Fahrt besuchen wir noch den Salto de Baiguate.
Da zum Wasserfall nur ein schmaler Fußweg führt, verlassen wir den Truck und machen eine kleine Wanderung von ca.
10 Minuten. Da der sehnlichst erwartete Beginn der Regenzeit noch nicht eingetreten ist, führt der Fluss zwar
relativ wenig Wasser, trotzdem ist der Wasserfall recht nett. Der Vorteil des niedrigen Wasserstandes ist, dass man
bis zu einer kleinen Sandbank mitten im Fluss gehen kann, von wo aus man erst den optimalen Blick zum Wasserfall hat.
Damit geht es dann auch schon wieder retour zu unserem Quartier. Nach der Ankunft besuchen Sonja und ich die Bar um
mit einem Mutbier unsere Spinnenphobie zu besiegen. Auch nach dem Abendessen bleiben wir, zusammen mit ein paar
Mitreisenden, noch bis nach 22 Uhr im Restaurant sitzen, bevor wir uns - notgedrungen - zurück auf die Zimmer wagen.
Für mich folgt, wie nicht anders zu erwarten, eine ziemlich schlaflose Nacht. Positiv ist ich habe keine einzige
Spinne zu Gesicht gekommen; so gesehen hätte ich ja schlafen auch können!
JARABACOA: in der Schule / eine der Villen / Salto Baiguate
Nach dem Frühstück verlassen wir die Berge auch schon wieder und begeben uns auf die Weiterfahrt Richtung Puerta
Plata. Einen ersten Halt legen wir in der Nähe von La Vega ein. Wir besuchen den Wallfahrtsort Santo Cerro. Auf dem
"heiligen Berg" befindet sich eine bedeutende Wallfahrtskirche. Der Legende nach soll hier im Jahr 1495 den Spaniern
die Jungfrau Maria erschienen sein. In der Kirche befindet sich deswegen auch eine sehr verehrte Marienstatue.
Außerdem ist auch ein Kloster angeschlossen, in dem von den Schwestern eine staatliche Schule geführt wird. Am
Vorplatz der Kirche haben wir das Vergnügen den Schülern bei den Proben für ein Theaterstück, das anscheinend
anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes aufgeführt werden soll, zusehen zu können. Es ist beeindruckend zu
sehen mit welcher Begeisterung die teilweise doch sehr jungen Kinder bei der Sache waren. Doch die Zeit vergeht
halt viel zu schnell und wir müssen unseren Weg wieder fortsetzen. Entlang der Autobahn geht es weiter Richtung
Norden. Unterwegs gibt es, direkt neben der Fahrbahn, immer wieder Verkaufsstände. Lustig dabei ist, dass sich
diese aber nicht abwechseln, sondern immer Gruppenweise auftauchen. Laut Reiseleiter Henni ist das so entstanden,
dass eine Familie z.B. mit einer Ziegenschlächterei begann, der Nachbar sah dass das Geschäft gut ging und hat sich
gleich daneben ebenfalls auf dem gleichen Geschäft selbständig gemacht. So passieren wir "Zentren" für Obst und
Gemüse, Möbelverkauf, Töpfereien, etc. Bei einer großen Töpferei machen wir einen Halt uns sehen uns ausführlich in
der Produktion um. Natürlich besteht im Anschluss daran auch die Möglichkeit die produzierten Produkte käuflich zu
erwerben. Aber das gehört natürlich auch dazu!
Ein nächster Halt steht in Santiago de los Caballeros,
beim Monument für die Helden der Wiedererrichtung der Republik, auf dem Programm. Das 67 m hohe Denkmal aus weißem
Marmor liegt auf einem kleinen Hügel, von dem aus man einen schönen Überblick über die Stadt genießen kann. Danach
steht noch ein Besuch bei der Zigarrenfabrik La Aurora auf
dem Programm. Allerdings nicht direkt im Werk, sondern in einem schönen Kolonialgebäude das ein Nachbau der
ursprünglichen Fabrik sein soll. La Aurora ist die älteste und bekannteste Fabrik in der Dominikanischen Republik.
Hier sollen auch die besten Zigarren, die in Fachblättern und bei Tests bessere Bewertungen bekommen als die
berühmten Erzeugnisse aus Kuba, hergestellt werden. Jedenfalls kann man ein paar Drehern bei der Arbeit über die
Schulter sehen, ein Angestellter erklärt die Herstellung und nach ein paar Minuten geht es - welche Überraschung -
weiter in den Verkaufsraum. Wenn man schon die Möglichkeit hat ein paar Zigarren bzw. Zigarillos zum Werkspreis zu
erstehen muss man natürlich zuschlagen und so verlassen wir das Werk natürlich gut versorgt.
SANTO CERRO: Wahlfahrtskirche / probende Kinder / SANTIAGO: Nationalmonument / 2x in der Zigarrenfabrik
Im Anschluss daran machen wir auch gleich Mittagspause und brechen dann auf nach Puerto Plata.
Hier angekommen besuchen wir zunächst die alte Festung, bevor wir ins Zentrum fahren um den historischen Hauptplatz
zu besuchen. Hier besichtigen wir zunächst das Ambermuseum.
Neben einer Ausstellung von Bernstein gibt es auch noch Informationen zum Larimar,
dem Nationalstein der Insel, der nur hier gewonnen wird. Dann besuchen wir den Parque Central. Dieser ist umgeben von
alten, teilweise aber auch nur im alten Stil erbauten, Kolonialhäusern. Nach Besuch der Kirche und einer kurzen
Umrundung des Platzes besuchen wir die Eisdiele am Platz. Diese wird von einem Österreicher betrieben und soll
angeblich das beste Eis der ganzen Insel anbieten. Nach einer Kostprobe kann ich zumindest feststellen dass das Eis
wirklich ausgezeichnet schmeckt; ob es in der Dominikanischen Republik noch besseres gibt kann ich mangels des
fehlenden Vergleichs nicht feststellen.
Von hier aus fahren wir in unser Quartier für die heutige Nacht, das Hotel Victoria Golf & Beach Resort
an der Playa Dorada. Hier haben wir für heute All inklusive. Schnell sind die Zimmer bezogen und kaum 2 Minuten
später habe ich mich auch schon auf dem Balkon ausgesperrt! Doch dank der Mithilfe von Mitreisenden werde ich
allerdings etwas später von einer Putzfrau aus meiner misslichen Lage befreit. So steht einem kleinen Spaziergang
zum etwa 1,5 km entfernten Strand nichts mehr im Wege. Hier ist es doch ziemlich menschenleer obwohl es einen schönen,
breiten Sandstrand gibt. Das ist aber nicht nur eine Folge dessen dass der Nachmittag doch schon etwas fortgeschritten
ist, sondern wahrscheinlich eher weil gut die Hälfte der Hotels an der Costa Dorada zugesperrt hat. Auf dem Rückweg
besuchen Sonja und ich noch kurz die Hotelbar bevor wir uns fürs Abendessen fertig machen. Anschließend besuchen wir
nochmals kurz die Bar, genießen Live Musik und ein Cuba Libre,
dann ist es für mich auch schon an der Zeit den in der letzten Nacht verpassten Schlaf nachzuholen.
Am Morgen besuchen wir noch die Rumfabrik Brugal.
Während wir im Vorjahr auf Jamaika bei Appleton die Brennerei
und das Lager besuchen konnten, werden uns diesmal Abfüllung und Verpackung präsentiert. Es ist ganz interessant zu
sehen wie zwar das Meiste maschinell funktioniert, aber trotzdem jede Menge Personal anwesend ist um die Maschinen
zu überwachen bzw. deren Fehler zu korrigieren. Aber es fällt sogar bei kurzer Anwesenheit auf dass dies unbedingt
notwendig ist: in manchen Kartons fehlt eine Flasche, das Klebeband für die Schachteln funktioniert nicht, etc. Im
Anschluss an die Besichtigung besteht noch die Möglichkeit zu Verkostung und Einkauf der Brugal-Produkte.
PUERTO PLATA: 3x im historischen Zentrum / Rumanlieferung bei Brugal
Fast war es das dann für heute auch schon wieder. Für den Rest des Tages steht im Prinzip nur noch eine Verbindungsetappe
auf dem Programm: ca. 240 km bis nach Las Terrenas
auf der Halbinsel Samana. Unterwegs gibt es einige Stopps. So in den Hügeln über Sosua,
im ehemaligen deutschen Viertel in dem aber heute viele Villen leer stehen und zum Verkauf angeboten werden. Auch
der von Henni angepriesene schöne Ausblick auf Sosua ist nicht so optimal, da die Sicht von vielen Sträuchern
verstellt wird. Den nächsten Halt gibt es in Cabarete.
Wir nutzen das zu einem kleinen Spaziergang am schönen Strand. Hier ist es unübersehbar dass Weihnachten vor der Tür
steht. Überall stolpert man über aufblasbare Weihnachtsmänner in allen möglichen Formen. In einem irischen Pub
machen wir auch eine kurze Drinkpause, wobei sich Sonja die Chance auf ein Gratisgetränk entgehen lässt. Das Schild
"Topless Women Drink Free" animiert sie nicht dazu ihr Oberteil abzulegen! Auf der Weiterfahrt folgen noch ein
Fotostopp an einem wunderschönen Strandabschnitt und kurz darauf die Mittagspause. Hier erhalten wir "echte"
Pina Coladas: in einer ausgehöhlten Ananas wird
das Fruchtfleisch, angereichert mit Rum und Kokossaft (oder -schnaps?), serviert. Schmeckt echt lecker und ist kein
Vergleich zu dem was ansonsten als Pina Colada angeboten wird! … und da man das bisschen das man normal isst auch
trinken kann, besteht unser Mittagsmahl aus je zwei dieser guten Cocktails!
Kurz vor Las Terrenas stellt sich uns noch ein ca. 450 m hoher Bergpass in den Weg. Über
eine extrem steile und auch enge Straße geht es hinauf und manchmal kommt das Gefühl auf
dass unser Kleinbus der Steigung nicht gewachsen ist und wir hängen bleiben. Aber mit
letzter Mühe schafft er es dann doch den höchsten Punkt zu erreichen. Hier machen wir
noch einen letzten Halt, mit Ausblick auf die Bucht von Samana und auf der anderen Seite
hinunter nach Las Terrenas. Von hier sind es nur noch wenige Minuten Fahrt bis wir unser
heutiges Hotel, das Palococo,
erreichen. Die Unterkunft ist auch sehr ursprünglich; rund um ein Swimming Pool und
einen tropischen Garten sind ein paar Hütten angeordnet, deren Fenster auch nur aus
Fliegengitter bestehen. Aber heute lasse ich mich dadurch nicht nervös machen! Den Rest
des Nachmittags verbringen wir mit relaxen am Pool bevor wir um 19.15 zum Abendessen in
ein Fischrestaurant fahren. Das Lokal in das uns Henni führt ist echt Spitze. Es steht
unter französíscher Leitung bzw. ist in französischem Besitz. Wir speisen auf Empfehlung
unseres Reiseleiters die Spezialität des Hauses: "Dorada in Kokossauce". Der Fisch
schmeckt ausgezeichnet! Nach der Rückkehr ins Hotel besuchen wir noch das dortige
Restaurant. Das ist allerdings überhaupt nicht empfehlenswert: die Bedienung ist
unfreundlich und auf unser Retourgeld würden wir wohl heute noch warten wenn ich dieses
nicht eingefordert hätte! … und wir sind uns auch sicher dass uns die Kellnerin halt das
gegeben hat was sie gerade zur Verfügung hatte und nicht was wir eigentlich bekommen
hätten sollen. Aber ohne Spanischkenntnisse ist es halt recht schwierig so etwas zu
reklamieren.
Weihnachtsmann / Traumstrand / Streit um die Pina Colada / Bucht von Samana
Damit ist auch schon wieder der letzte Tag der Rundreise angebrochen. Nach dem Frühstück fahren wir nach Santa
Barbara, von wo aus wir mit dem Boot in Richtung Los Haitises Nationalpark aufbrechen. Nachdem wir kurz vor der
Abfahrt in einen ordentlichen Regenschauer geraten und auch der Himmel ziemlich dunkel wird, machen wir uns Sorgen
ob wir die Schifffahrt wohl trocken überstehen werden. Jedenfalls erfängt sich das Wetter bis zur Abfahrt wieder
halbwegs und wir durchqueren mit dem Schiff zunächst einmal die Lagune von Samana um auf der gegenüberliegenden
Seite die weitläufigen Mangrovenwälder des Nationalparks zu durchstreifen. Auf der Weiterfahrt zu einer der vielen
Höhlen in den Karstfelsen erleidet unser Boot auch noch eine Panne: einer der beiden Motoren streikt! Offensichtlich
handelt es sich um ein Problem mit der Benzinzufuhr. Aber unter Mithilfe des Kapitäns eines vorbeikommenden Bootes
kann der Schaden behoben werden und wir kommen doch noch in den Genuss der schönen Höhle, in der aber überall Spuren
von Vandalismus erkennbar sind. Da der weitläufige Nationalpark natürlich nicht lückenlos überwacht werden kann,
sind überall Spuren von Lagerfeuern, moderne Wandmalereien und natürlich auch jede Menge Abfälle zu finden.
Anschließend geht es retour in Richtung Santa Barbara. Auf dem Programm steht das Mittagessen, mit anschließender
Bademöglichkeit, auf der Cayo Levantado,
der so genannten Bacardi-Insel. Das Essen ist sehr gut, der weiße Strand sehr schön, aber leider vollgepflastert mit
leeren Liegestühlen. Zum Abschluss durchqueren wir ein drittes Mal die Lagune von Samana. Unser Ziel ist Sabana de
la Mar, wo schon unser Chauffeur Sandy mit dem Auto auf uns wartet. Damit beginnt die letzte Etappe; der Rückweg
nach Punta Cana zu den gebuchten Hotels, wo wir gegen 18 Uhr eintreffen.
NP LOS HAITISES: Kartsinseln / Mangrovenwurzeln / Tropfsteinhöhle / CAYO LEVANTADO
An dieser Stelle ein paar Worte zum Hotel: das RIU Palace Punta Cana haben wir hauptsächlich deswegen gebucht da es
bei den Juniorsuiten bei Einzelbelegung, zumindest in der Nebensaison, keinen Zuschlag gibt. Dadurch komme ich
wesentlich billiger davon als wenn ich Quartier in einem der anderen RIU Hotels genommen hätte. Auch bei
Doppelbelegung ist der Preis nur unwesentlich höher als im normalen Zimmer in den 4-Stern Unterkünften.
Die Juniorsuiten sind sehr geräumig, haben zusätzlich zum Bett noch ein Sofa mit Beistelltisch und sind überkomplett
ausgestattet. Weiters gibt es, wie inzwischen aber in allen RIU Hotels, eine Minibar in der Bier, aber auch
verschiedene alkoholfreie Getränke, täglich aufgefüllt werden. Über der Bar gibt es noch Getränkespender mit Rum,
Gin, Brandy und Wodka; hier erfolgt die Nachfüllung - bei Bedarf - jeden zweiten Tag.
Die Verpflegung ist sowieso einmalig. Vor allem Liebhaber von Fisch und Meeresfrüchten kommen hier voll auf ihre
Kosten. Muscheln, Tintenfisch und 2-4 Arten von Fisch gibt es täglich in allen nur erdenklichen Zubereitungsvarianten.
Aber auch Fleisch, Nudelgerichte, Salate, Süßspeisen und Früchte werden in riesiger Auswahl angeboten. Dazu wird bei
jeder Mahlzeit Champagner gereicht.
Was das Personal betrifft ist dieses stets freundlich, es kann zwar manchmal etwas dauern bis die bestellten Getränke
auch serviert werden aber wir haben festgestellt irgendwann kommen sie sicher! … wenn man ungeduldig war eventuell
sogar in doppelter oder dreifacher Ausfertigung! Aber das ist halt die karibische Mentalität; alles zu seiner Zeit
und wenn ein kurzer Tratsch oder sonstiges dazwischen kommt dann dauert es halt ein wenig länger.
RIU PALACE PUNTA CANA: Blick auf die Anlage /Pool mit Swim-Up-Bar / Empfangshalle / Dekor im Speisesaal
Insgesamt ist die Anlage sehr gepflegt. Zu jeder Zeit sieht man Personal welches mit der Pflege der Außenanlagen,
der Pools, aber auch der Böden in den Restaurants beschäftigt ist. Eine Klasse für sich ist der breite, weiße
Sandstrand, über und über mit Palmen bewachsen. Das ist sicherlich der schönste Strand an den ich je meinen Urlaub
verbracht habe!
Jedenfalls genießen wir den Aufenthalt hier total. Das Wetter ist, vor allem in den paar Tagen vor der Rundreise,
total super: über 30° C, sonnig und fast windstill. In der letzten Woche merkt man dann zwar dass die Regenzeit vor
der Tür steht, meist morgens und abends gibt es einen ordentlichen Regenguss, tagsüber ist es zwar meist sonnig,
allerdings bläst ein kräftiger Wind, so dass es im Schatten manchmal doch ein wenig kühl wird.
Das Unterhaltungsprogramm am Abend ist größtenteils in Ordnung. Einige der Shows kennen wir zwar schon aus dem
Vorjahr auf Jamaika, bzw. die Dauerbrenner "Michael Jackson Show" und "Grease" habe ich sogar schon bei meinen
Besuchen im RIU Tequila
an der Playa del Carmen gesehen. Es ist aber sicherlich nicht so einfach immer wieder neues zu bieten und vor allem
das mit den vorhandenen Mitteln - und Personal - zur Bühnenreife umzusetzen.
Strand vor dem RIU Palace Punta Cana
So gesehen vergeht die letzte Woche natürlich viel zu schnell. Am Sonntag den 13. Dezember ist dann schon wieder
Zeit für die Rückreise. Wieder sind wir anscheinend die einzigen Gäste von Gulet, so dass wir in den Genuss eines
Einzeltransfers kommen. Beim Eintreffen am Flughafen in Punta Cana
hat sich vor Condor Check-In Schalter schon eine lange Schlange gebildet, so dass wir doch etwa eine Stunde
benötigen bis wir unser Gepäck abgegeben und die Bordkarten in Empfang genommen haben. Den Rückflug verschlafe ich
zum größten Teil, werde aber einige Male wach da es doch teilweise stärkere Turbulenzen gibt. Beim umsteigen in
Frankfurt werden, wie schon bei der Hinreise, Sonja & Karl wieder genauer kontrolliert. Das belustigt mich natürlich
sehr, da ansonsten immer ich an der Reihe war mit den Beamten ins Extrazimmer zu kommen und einen Drogen- oder
Sprengstofftest durchzuführen! … was natürlich immer wieder die blöde Rederei von wegen Terrorist, etc. nach sich
gezogen hat. So ist es schön zu sehen dass es auch mal wem anderen treffen kann. Der Weiterflug nach Wien verzögert
sich ein wenig, trotzdem schaffen wir es ziemlich pünktlich in Schwechat zu landen. Hier werden wir schon von
Walter erwartet, der uns in einer kurzen Fahrt nach Hagenbrunn bringt.
HINWEIS: Diese und weitere Fotos aus der Dominikanischen Republik kann man unter dem link pervan.de in größerer Auflösung betrachten. Weiters besteht dort die Möglichkeit diese als Grußkarten zu versenden.
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