BANGKOK und VIETNAM (28. 11. - 17. 12. 2010)


Sonntag, 28. November 2010, 20.15: abendliches Schneechaos im Osten Österreichs! Also genau der richtige Zeitpunk um den jährlichen Winterurlaub im Süden anzutreten! Heuer steht zunächst ein Kurzaufenthalt in Bangkok, gebucht über Meiers Weltreisen, und anschließend eine Vietnam-Rundreise mit Badeaufenthalt, gebucht über DerTour, auf dem Programm. Wie schon in den letzten Jahren bin ich auch diesmal wieder mit Sonja und Karli, sowie nach einem Jahr Pause mit Renate und Robert unterwegs.

Während die Anreise zum Flughafen Schwechat, trotz des heftigen Schneefalls, zügig vonstatten geht kommt es dann knüppeldick: zwar sitzen wir rechtzeitig zum geplanten Abflug um 23.20 in der Boeing 777 von Austrian Airlines, da aber vor uns noch 15 andere Flugzeuge darauf warten vor dem Start enteist zu werden reißen wir eine Verspätung von über 2 Stunden auf. Zum Glück wartet aber kein Anschlussflug auf uns, so dass wir ziemlich entspannt ein erstes kurzes Nickerchen ansagen können. Der Flug selbst verläuft ruhig, allerdings können wir kaum etwas von der verlorenen Zeit aufholen, so dass die Landung in Bangkok erst um 17.05 Ortszeit (MEZ + 6 Stunden) erfolgt. Nach der Einreiseprozedur, die ganz schön Zeit in Anspruch nimmt, werden wir auch schon für den Transfer zum Royal Benja Hotel, in dem ich auch schon bei meinem letzten Aufenthalt in der Stadt abgestiegen bin, erwartet. Bedingt durch die abendliche Rush Hour dauert es bis nach 19 Uhr bis wir dort eintreffen. Nach einer kurzen Pause machen wir uns noch auf zu einem kurzen Spaziergang durch die zahlreichen Verkaufs- und Souvenirstände der nahe liegenden Sukhumvit Road. Danach noch ein köstliches Abendessen in einer der Seitenstrassen bevor wir gegen 22.30 ins Hotel zurückkehren.

Nach einer erholsamen Nacht haben wir heute getrennte Programme: während für die Mädels ein Kochkurs auf dem Programm steht haben wir Männer eine Stadtrundfahrt gebucht. Zum Kochkurs ist es mir nicht gelungen eine Stellungnahme von Sonja & Renate zu bekommen, es klang aber bei anschließenden Gesprächen aber eindeutig durch dass es ihnen nicht wirklich gefallen hat. Deshalb hier nun kurze Anmerkungen zu unserer Sightseeing Tour: nach dem gemeinsamen Frühstück werden wir kurz nach 8.30 abgeholt und zu einer Reisegruppe von Meiers Weltreisen gebracht. Da wir schon die Letzten sind die dort eintreffen geht es auch sofort los. Ein erster Halt erfolgt beim Wat Traimitt. Der eine Teil des Tempels, der Phra Maha Mondop, wurde erst 2008 errichtet um den berühmten "Goldenen Buddha", eine etwa 700 Jahre alte aus 5 Tonnen purem Gold bestehende Statue, ein neues Heim zu geben. Ansonsten ist die Anlage nichts besonderes, so dass der Stopp relativ kurz ausfällt. Als nächstes Ziel steuern wir den Wat Phra Kaeo mit dem Königspalast an. Obwohl ich den schon bei meinem letzten Aufenthalt in der Stadt gesehen habe beeindrucken mich die prächtig ausgestatteten Tempel, teils aus feinstem chinesischen Porzellan, teils vergoldet, wieder aufs Neue. Aber auch die Tempelwächter wirken auch diesmal imposant und diesmal schaffe ich es sogar in die Halle mit dem Jadebuddha zu gelangen, obwohl der Menschenandrang wieder enorm ist. Wenn ich mich jedoch recht entsinne war ich beim letzten Besuch lediglich zu faul die Schuhe auszuziehen! Insgesamt ist das Rundherum aber schöner als die Statue selbst! Nachdem wir noch genügen Zeit zum herumstreunen und fotografieren bekommen geht es, vorbei am Großen Palast, retour zum Bus. Als dritte Tempelanlage steht ein Besuch beim, fast nebenan liegenden, Wat Pho auf dem Plan. Herzstück der Anlage ist ein riesiger, ziemlich neu wirkender, liegender Buddha, aber auch die Nebentempel und das gesamte Gelände sind sehenswert. Vor allem die überall herumstehenden kleinen Steinfiguren von Tieren, Menschen und Yogastellungen (schließlich befindet sich hier auch die von König Rama III. errichtete offene Universität der traditionellen thailändischen Heilkunst). Inzwischen wird es schon mittags, Temperatur und Luftfeuchtigkeit steigen stetig und ein bisschen macht uns auch der Jetlag zu schaffen. So ist es ganz angenehm dass es direkt von hier zum Chao Phraya und hier mit einem Longtailboot zur Mittagspause geht. Das Essen ist zwar teilweise ein wenig geschmacklos - wahrscheinlich von Sonja gekocht ;-) - aber trotzdem ganz passabel und die Pause tut uns auch gut.

Phra Maha Mondop im Wat Traimit Goldener Buddha Im Wat Phra Kaeo Tempelwächter im Wat Phra Kaeo Wat Pho
BANGKOK: Phra Maha Mondop / Goldener Buddha / Wat Phra Kaeo / Tempelwächter / Wat Pho

Anschließend steht noch eine Fahrt durch die Klongs, die Kanäle Bangkoks, auf dem Programm. Aber wie schon vor 6 Jahren sind auch heuer wieder die kleinen Kanäle gesperrt! War es damals Niedrigwasser, so ist heuer der hohe Wasserstand der Grund! So können wir nur den Hauptkanal befahren. Das ist nicht besonders aufregend, vor allem wenn man schon alles kennt, aber man bekommt halt doch einen Eindruck wie sich das Leben entlang der Wasserstrassen abspielt. Bei der Rückfahrt steigen wir, vis a vis der Bootshalle für die königlichen Drachenboote, vom Longtailboot in eine alte Reisbacke um. Hier bekommen wir zur Stärkung Mai Tai, Cola Thai-Whisky, je nach Wunsch, und ein Sortiment von heimischen Früchten als zusätzliche Verpflegung. Obwohl ich an und für sich Whisky meide schmeckt der Mai Tai recht gut, so dass ich schon ein paar zu mir nehmen. Bei der River City, einem neuen Einkaufszentrum am Ufer des Flusses, ist die Fahrt dann zu Ende und während die übrigen Gäste mit dem Bus zu ihren Hotels gebracht werden, wartet auf uns ein Privatchauffeur der uns zurück zum Royal Benja bringt. Wegen des irrsinnigen Verkehrsaufkommens dauert die kilometermäßig kurze Fahrt fast 90 Minuten. So bleiben gerade noch 2 Stunden Zeit bevor es am Abend wieder zurück zum Fluss geht. Wir haben für 20 Uhr einen Dinner Cruise auf der Loy Nava, einer umgebauten alten Reisbacke, gebucht. Zwei Stunden dauert die Fahrt entlang der herrlich beleuchteten Sehenswürdigkeiten wie Wat Phra Kaeo, Wat Arun, Wat Pho und einigen anderen mehr. Dazu werden thailändische Spezialitäten serviert. Während Karl und ich uns für das Seafood Menü entscheiden und damit sehr zufrieden sind, wählt der Rest das vegetarische Menü und deren Begeisterung hält sich in Grenzen. Vor allem Sonja und Renate sagen die verwendeten Gewürze nicht unbedingt zu bzw. ist das Ganze etwas zu scharf gewürzt. Allerdings kümmert sich der Besitzer der Backe aufopferungsvoll um die Beiden, so dass sie sich zumindest mit einem Früchteteller stärken können. Kurz vor 22 Uhr geht die schöne, und auch preiswerte, Abendgestaltung zu Ende und es erfolgt der Transfer zurück zum Hotel.

Blick auf den Wat Arun Baden nicht zum Vergnügen sondern alsharte Arbeit schwimmender Verkaufsladen
Wat Arun / Leben am bzw. in den Seitenarmen des Chao Praya

Die Nacht ist ziemlich kurz; bereits um 4.40 erfolgt der Transfer zum Flughafen. Ein Airbus A 330 von Thai Airways bringt uns nach Hanoi. Nach etwa 90 minütigem Flug landen wir im Norden Vietnams. Schneller als erwartet, vor allem um einiges schneller als in Thailand, absolvieren wir die Einreiseformalitäten und auch das Gepäck ist bereits am Förderband als wir dieses erreichen. Neben Reiseleiter Hai erwartet uns auch angenehmes Wetter mit Temperaturen von knapp über 20° und auch weniger Luftfeuchtigkeit als in Bangkok.

Bereits auf dem Weg in die Stadt fällt auf dass, wie man es ja von zahlreichen Bildern kennt, tausende von Mopeds das Stadtbild entscheidend prägen. Aber auch die zahlreichen schönen Häuser mit Balkonen und Säulen, teilweise aus der französischen Kolonialzeit, teilweise neu erbaut, hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Gegen 11.30 erreichen wir das Galaxy Hotel nahe dem Stadtzentrum, in dem wir für eine Nacht die Zimmer beziehen. Nach einer Pause von etwa zwei Stunden machen wir uns wieder auf den Weg und verlassen die Stadt. Unser erstes Ziel ist die Tay Phuong Pagode. Diese liegt auf einer Anhöhe auf die, gezählte, 262 Stufen führen. Dabei hatte ich mir einen erholsamen Urlaub vorgestellt! Aber alles halb so schlimm und das Ergebnis des Anstiegs lohnt sich. Der Tempel selbst ist zwar nichts besonderes, dafür gibt es zahlreiche sehenswerte Holzfiguren (darunter die Originale der "18 Erleuchteten") und Statuen aus dem widerstandsfähigen Holz des Jackfruitbaumes. Nur wenige Kilometer entfernt besuchen wir noch die Chua Tay, ebenfalls eine eher unscheinbare Pagode, allerdings idyllisch an einem See gelegen. Auch hier gibt es noch zahlreiche Holzfiguren. Insgesamt erinnern mich diese Figuren ein wenig an die Tempel von Fengdu (China), in dem der Taoismus, eine Richtung des Buddhismus, eine herrliche Heimstätte hat. Auf meine Nachfrage hin bestätigt mich Hai, dass die vietnamesische Form des Buddhismus sehr an diese Richtung angelehnt ist. Von hier führt uns der Weg wieder zurück ins Hotel. Waren wir mittags von den vielen Mopeds beeindruckt, so ist es nun schier unglaublich welche Massen sich hier bewegen! Laut unserem Reiseleiter soll es in Hanoi rund 4 Millionen angemeldete Mopeds geben! … und ich glaube die waren alle zeitgleich unterwegs! Im Hotel halten wir uns nur kurz auf bevor wir zum Abendessen aufbrechen. Ein Spaziergang entlang der Pho Phung Hung führt uns zu einem von Hai empfohlenen Restaurant mit schönem Ausblick über die Stadt. Das Essen ist soweit in Ordnung, das Hanoi Bia (Bier) ist mir persönlich etwas zu würzig und die Preise sind minimal. Lustig wird es dann aber beim bezahlen: 2 Kellner sind lange Zeit nicht in der Lage unsere Rechung auseinander zu dividieren. Aber auch dieses Problem wird letztendlich geklärt, so dass einer Rückkehr zum Hotel nichts mehr im Wege steht.

mobiler Frisör einmal anders eine der schönen Villen Tay Phuong Pagode bei der Chua Tay Pagode
HANOI: "mobiler Frisör" / Villa / Tay Phuong Pagode / bei der Chua Tay Pagode

Der heutige Vormittag steht ganz im Zeichen von Onkel Ho, Ho Chi Minh, der heute noch hochverehrte Gründer der kommunistischen Partei und erster Präsident der Demokratischen Republik Vietnam nach der Teilung des Landes 1954. Zunächst besuchen wir dessen Mausoleum. Da es noch ziemlich früh ist steht hier noch nicht die obligate Menschenschlange, so dass wir auch durch das Grabmal, vorbei am einbalsamierten Leichnam, gehen. Insgesamt wird darum ein ziemliches Theater gemacht! Dass fotografieren verboten ist ist ja verständlich, dass die Kameras nicht mitgenommen werden dürfen sehe ich auch noch ein, aber dass selbst Ersatzbatterien abgegeben werden müssen scheint mir doch ein wenig übertrieben! Nahe dem Mausoleum befinden sich noch der Präsidentenpalast und das Wohnhaus Ho´s welchen wir auch noch einen Besuch abstatten. Also wenn man mich hier aussetzen würde ohne dass ich weis wo ich mich befinde würde ich auf alles tippen nur nicht auf Asien! Der Palast sieht aus wie ein Nebengebäude von Schönbrunn und hat auch die gleiche gelbe Farbe, alles ist sehr gepflegt und auch Bäume und Pflanzen könnte man durchaus auch in Europa finden. In unmittelbarer Nähe befinden sich auch noch die Ein-Säulen-Pagode und das Ho Chi Minh Museum. Diesen modernen Bau betrachten wir allerdings nur von außen. Nach einer kurzen Pause - und ebenso kurzer Autofahrt - machen wir noch Halt beim, im Jahr 1070 zu Ehren des chinesischen Philosophen Konfuzius erbauten, Literaturtempel Van Mieu. Darüber gäbe es einiges zu schreiben, aber aus meiner Sicht das Interessanteste ist, dass hier die Prüfung der königlichen Mandarine stattgefunden hat und diese in rund 350 Jahren nur von etwa 2000 Prüflingen bestanden wurde! Ansonsten ist die Anlage ziemlich unspektakulär und nur ein Tempel unter vielen. Bevor wir die Stadt verlassen machen wir noch einen Spaziergang durch Alt Hanoi, das Händlerviertel, wobei die angebotenen Waren heute sehr auf die Bedürfnisse der Touristen abgestimmt sind.

Ho Chi Minh Mausoleum Renate vor der Ein-Säulen-Pagode Zugang zum Literaturtempel Händlerinnen in Althanoi
Ho Chi Minh Mausoleum / Ein-Säulen-Pagode / Literaturtempel / in Althanoi

Anschließend starten wir unsere Fahrt zur Halong Bucht. Insgesamt, mit Mittagessen und 2-3 Fotostopps benötigen wir für die etwa 80 km ca. 4 Stunden, so dass wir gegen 16 Uhr in Halong eintreffen und im Mithrin Hotel Quartier beziehen. Dieses liegt ziemlich in der "Pampas", so dass wir auf einen Besuch in der Stadt verzichten. Stattdessen beschließen wir ein wenig am Hotelpool auszuspannen. Dieses ist aber bei weitem nicht so einladend wie es im Prospekt aussieht, außerdem liegt es im Schatten, so dass es hier nicht gerade warm ist. So relaxen wir ein wenig auf den Zimmern bevor wir das Abendessen, auch gleich im Hotel, einnehmen.

Eines der Highlights der Rundreise steht heute auf dem Programm: eine 4-stündige Kreuzfahrt durch die Halong Bucht! Um 8.00 legt unser Schiff ab; aber nicht nur unseres, sondern auch dutzende andere! Dabei sind die meisten aber nur spärlich besetzt. Unseres z.B. außer uns fünf nur mit 2 deutschen Touristen. Nach nur wenigen Minuten Fahrt machen wir einen ersten Halt bei der Hang Sung Sot Höhle. Man kann sich nicht vorstellen welches Gedränge hier schon beim Anlegen der Boote herrscht. Jeder Kapitän versuchen die anderen unter Einsatz von Brachialgewalt auszubremsen! Hier kommt es zu wesentlich mehr Kollisionen als ich im chaotischen Verkehr Hanois gesehen habe! Ein ähnliches Gedränge herrscht dann auch beim Aufstieg zur Höhle und natürlich auch drinnen. Vor allem Massen von chinesischen und japanischen Touristen wissen sich nicht zu benehmen, drängen sich durch und schreien herum. Trotzdem ist es ein recht netter Halt in der bunt beleuchteten Höhle um die sich eine Legende um Hungersnot und Drachen rankt. Nachdem wir wieder zurück auf unserem Schiff sind und uns irgendwie aus dem Pack der übrigen Boote befreit haben steht einen tieferen Eindringen in die Bucht, seit 1994 UNESCO-Weltnaturerbe, nichts mehr im Wege. Leider ist uns das Glück nicht unbedingt hold: es ist ziemlich diesig, was beim fotografieren doch erheblich stört! Immer wieder tauchen neue fantastische Kalksteinformationen aus dem Dunst auf, immer wieder gibt es was neues zu sehen - und seien es nur meine schlafenden Mitreisenden Sonja und Karl! Gegen Ende der Ausfahrt bekommen wir an Bord noch ein tolles Mittagessen serviert: Meeresfrüchte, Fisch, Hühnchen und Schweinefleisch, reichlich garniert und sehr geschmackvoll. Leider versäumen wir dadurch fast den Blick auf das Wahrzeichen der Bucht, die Felsformation "Henne und Hahn". Erst im letzten Augenblick nehmen wir dieses wahr! … und übrigens von den berühmten Dschunken mit ihren roten Segeln haben wir auch keine einzige gesehen!

von links: Robert, Sonja, Ich, Renate und Karl
In der Halong Bucht / Unsere kleine Reisegruppe

Damit ist der Ausflug nach Halong schon wieder zu Ende und wir treten die vierstündige Rückfahrt nach Hanoi an. Unterwegs immer wieder auffällig die schönen, reichlich verzierten und mit Balkonen ausgestatteten Wohnhäuser, die ich mir hier so nicht erwartet hätte und dergleichen ich in Asien eigentlich noch nirgends gesehen habe. Teils sind sie Überreste aus der französischen Kolonialzeit, teils aber auch Neubauten. Hanoi erreichen wir natürlich wieder genau zur Rushhour bzw. habe ich das Gefühl dass die hier sowieso den ganzen Tag herrscht! Trotzdem gelangen wir relativ flott wieder zum Galaxy Hotel. Diesmal erhalten wir zum Glück Zimmer im 4. und nicht im letzten Stock, so dass die Dusche wenigstens ein bisschen Wasserdruck hat! Das Abendessen nehmen wir in einem japanischen Lokal nahe dem Hotel ein, bevor wir uns früh zu Bett begeben da wir quasi mitten in der Nacht wieder zum Flughafen aufbrechen müssen.

Mitten in der Nacht ist in diesem Fall 4.15! Um diese Zeit starten wir zum Flughafen, von wo wir um 6.10 mit einem Airbus A 321 von Vietnam Airlines zum einstündigen Flug in die alte Kaiserstadt Hue aufbrechen. Hier erwartet uns ein neuer Reiseleiter, Duc, und direkt vom Airport weg brechen wir zur Besichtigung von zwei Kaisergräbern aus der Nguyen Dynastie auf. Zunächst besuchen wir das Grabmal Kaiser Tu Duc´s, anschließend das seines Großvaters Minh Mang. Beide Anlagen stammen aus dem 19. Jhdt. und sind sehr weitläufig - und ähnlich - angelegt: nach Durchquerung diverser Tempelanlagen erreicht man am Ende den Sarkophag des Kaisers, in dem sich aber nicht der Leichnam befindet! Diese wurden aus Angst vor Grabräubern und -schändern an einem geheimen Ort beerdigt. Neben den sehr chinesisch anmutenden Gebäuden prägen weitläufige Seen die Anlagen. Gegen Ende des Rundgangs durch das Grabmal Minh Mangs stolpern die Mädels fast über eine Schlange. Damit ist dann die Unternehmungslust deutlich gebremst und wir treten vorsichtig den Rückweg zum Bus an. Von hier aus geht es in die Stadt Hue, wo wir Quartier im Festival Hotel beziehen und das Mittagessen - oder ist es ein verspätetes Frühstück? - einnehmen. Danach bleibt uns noch ein wenig Zeit bevor wir zu weiteren Besichtigungen aufbrechen.


HUE: Grabanlagen Tu Duc´s und Minh Mang´s

Da das Wetter nicht so toll ist, die Regenwolken hängen ziemlich tief, verschieben wir die eigentlich auf dem Programm stehende Bootsfahrt auf dem Parfüm-Fluss und besuchen stattdessen die Zitadelle mit der - einst - Verbotenen Stadt, seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe. Leider ist von der ganzen Anlage nicht sehr viel erhalten, da Bombardements durch die Franzosen 1947 und die Amerikaner 1968 große Teile zerstört haben. Trotzdem ist and den Überresten, an denen übrigens seit einigen Jahren umfangreiche Renovierungs- und Wiederaufbauarbeiten im Gang sind, deutlich erkennbar welch Prunk hier einst geherrscht haben muss! Während des Rundganges hat es leicht zu regnen begonnen, so dass wir nach knapp zwei Stunden wieder zurück zum Hotel fahren. Hier nehmen wir noch ein Getränk an der Bar zu uns bevor wir uns für 19 Uhr zu einem Abendspaziergang verabreden. Dieser führt uns an den Huong Fluss und ein Stück an dessen Ufer entlang bevor wir uns zum Abendessen auf eines der Bootsrestaurants begeben. Dieses schmeckt eigentlich sehr gut und zum Glück haben wir alle schon fast aufgegessen als plötzlich Ratten das Deck als Spielplatz aussuchen! Das mag vielleicht hier am Fluss normal sein, zumindest reagiert das Personal überhaupt nicht darauf, aber uns verdirbt es den Appetit gründlich. Wir schauen nur noch dass wir schnell die Rechnung begleichen können und ergreifen die Flucht zurück ins Hotel!


Die Zitadelle von Hue

Heute können wir endlich einmal ordentlich ausschlafen! Abfahrt vom Hotel ist erst um 8.30. In wenigen Minuten sind wir am Ufer des Parfüm Flusses, wo wir das Auto gegen eines der Drachenboote tauschen. Dieses bringt uns in etwa einstündiger Fahrt flussaufwärts zur "Pagode der Himmelsmutter", einer sehr schönen Anlage direkt am Ufer die, wie die anderen - bisher gesehenen - Tempel, sehr von taoistischen Elementen beeinflusst ist. Während des Rundgangs haben wir noch das Glück einer buddhistischen Zeremonie beiwohnen zu können.

Nach der Besichtigung holt uns unser Chauffeur ab und wir nehmen, im nun einsetzenden Regen, die Fahrt in Richtung Süden in Angriff. Der Regen ist dabei unser stetiger Begleiter und selbst nach dem Wolkenpass, eigentlich eine Wetterscheide, wird es nicht besser. Vorbei an schier endlosen, zurzeit aber leicht überfluteten, Reisfeldern erreichen wir eine breite, moderne Uferpromenade die uns ins Herz der Stadt Da Nang führt. Hier gibt es nur einen kurzen Aufenthalt zum Besuch des Cham Museums. Die Cham waren eine hier einst ansässige Volksgruppe, stark vom Handel mit Indien beeinflusst und von hinduistischem Glauben. Demzufolge sieht man hier auch viele Statuen indischer Gottheiten. Wer mich kennt weis dass ich nicht unbedingt der große Museumsbesucher bin, die Sammlung ist aber absolut faszinierend. Speziell der Wandel in der Darstellung der Gesichter, von indischen Zügen bis hin zum typischen Cham-Antlitz mit wulstigen Lippen, über die Jahrhunderte hinweg ist bemerkenswert. Damit ist der Besuch in Da Nang auch schon wieder zu Ende.

Drachenboote am Parfüm-Fluss Pagode der Himmelsmutter Pagode der Himmelsmutter Pagode der Himmelsmutter Statue im Cham Museum von Da Nang
am Parüm-Fluss / 3x Pagode der Himmelsmutter / Statue im Cham Museum von Da Nang

Wir verlassen die Stadt wieder entlang des Meeres. Hier herrscht eine rege Bautätigkeit von Luxusressorts, - hotels und -wohnungen. Wenn die einmal fertig sind ist es wohl mit der Beschaulichkeit, die heute hier herrscht, schnell vorbei. Bald erreichen wir unser heutiges Tagesziel Hoi An. Und dann - endlich - ist es soweit! Die erste, lange vermisste Verkaufsveranstaltung steht auf dem Programm: der Besuch einer Seidenmanufaktur! Wirklich tolle Bilder die hier aus Seide gestickt werden; genau so toll ist aber auch der Preis! So halten wir den Besuch relativ kurz und fahren dann weiter zum Hotel Hoi An Trails Resort & Spa. Bislang zumindest optisch das beste Hotel der Rundreise! Riesige, sehr gemütliche Zimmer mit Sitzecke und die gesamte Anlage ist sehr schön gestaltet und gut gepflegt. Leider hat inzwischen wieder heftiger Regen eingesetzt, so dass wir den Rest des Nachmittags auf den Zimmern verbringen. Da der Niederschlag nicht weniger wird, beschließen wir das Abendessen gleich im Hotel einzunehmen.

Über Nacht hat sich das Wetter entscheidend gebessert, so dass, als wir um 9 Uhr in die Altstadt fahren, schön langsam die Sonne die Wolken verdrängt. Es folgt ein Rundgang durch das historische Zentrum. Neben den schönen Häusern fällt vor allem auf das sich hier eine - wahrscheinlich Vietnams einzige - Fußgängerzone befindet. Lediglich hie und da ein Radfahrer gefährdet uns bei unserem Spaziergang! Wir besichtigen zwei, wieder sehr im chinesischen Stil gehaltene, Versammlungshäuser, machen einen Bummel über die japanische Brücke und besuchen auch noch ein sehr schönes Wohnhaus. Anschließend machen wir mit einem alten Fischerboot noch eine etwa 1 ½ stündige Bootsfahrt auf dem Hoai River. Hier sehen wir zunächst dass sich außerhalb der Altstadt sehr schöne neue Wohnhäuser befinden, bevor wir in die Natur der Flussmündung eintauchen. … aber bis auf ein paar Einblicke was das Leben am Fluss betrifft und hie und da ein paar wenige Vögel ist es relativ unspektakulär! Nach der Rückkehr in die Stadt nehmen wir noch das Mittagessen auf der Ngoyen Phuc Chu ein. Interessanterweise bei den Schwiegereltern unseres Reiseführers Duc. Das Lokal ist sehr sauber und das Essen ausgezeichnet. … außer dass bei der lokalen Meeresfrüchte-Spezialität die ich bestelle alles drinnen ist außer Meeresfrüchte! Aber dass kann auch auf Kommunikationsschwierigkeiten zurückzuführen sein! Von hier geht es zurück ins Hotel, wo ich - bei wechselnder Sonneneinstrahlung - den Nachmittag am Pool verbringe. Am Abend machen wir noch einen kleinen Bummel zu einem netten Restaurant (Thrang Hung 328) wo wir ein sehr gutes Abendessen erhalten. Speziell das Knoblauchbrot ist wohl eines der besten das ich je gegessen habe und auch Sonja und Renate sind diesmal mit der Verpflegung zufrieden!

chinesische Versammlungshalle die japanische Brücke von Hoi An Blick auf den Hoai River Fischer werfen ihr Netz aus
HOI AN: Versammlungshaus / japanische Brücke / Blick auf den Fluss / Fischer

Bereits um 6.10 erfolgt der Transfer zum Flughafen Da Nang von wo aus wir um 8 Uhr mit einen Airbus A 321 von Vietnam Airlines in Richtung Ho Chi Minh City starten. Die frühen Flüge haben anscheinend den Sinn dass Delay Airlines (so der Spitzname der Fluglinie) zu dieser Zeit noch pünktlich starten und im Laufe des Tages immer stärkere Verspätungen auftreten. Jedenfalls sind wir (über)pünktlich und nach etwa einstündigem Flug erreichen wir unser Ziel. Nachdem es in der Nacht in Hue noch geregnet hat erwarten uns hier, etwa 600 km südlich, strahlender Sonnenschein und Temperaturen von über 30°! … und natürlich eine neue Reiseleiterin, Haey. Wir verlassen den Flughafen in Richtung Stadt. Nach dem beschaulichen Hai An gibt es jetzt endlich wieder unzählige Mopeds und Stau! … und das alles noch viel ärger als in Hanoi! Wir durchqueren Saigon um etwa 60 km westlich die Tunnelanlagen von Cu Chi zu besuchen. Die Führung beginnt mit einem typisch kommunistischen Propagandafilm. Danach geht es durch das Freilichtmuseum mit interessanten Einblicken wie der Widerstand bzw. Guerillakampf gegen die Amerikaner im etwa 250 km umfassenden Tunnelsystem funktioniert hat bzw. organisiert wurde. Robert wagt auch einen Besuch in einem der Tunnel und ist, als er nach ca. 20 m wieder zurück ans Tageslicht kommt, ziemlich erledigt. Obwohl der Tunnel schon für die Touristen vergrößert wurde kann der sich darin nur in der Hocke fortbewegen! Also ich wäre - falls ich überhaupt hinein gekommen wäre - sicherlich irgendwo stecken geblieben!

Renate verschwindet im Schützenloch Robert am Ausgang des Tunnels Eingang zur Fallengalerie Sortiment amerikanischer Bomben Karl und Robert unter Partisanen
CU CHI: Renate im Schützenloch / Robert im Tunnel / Fallengalerie / amerikanische Bomben / Karl und Robert mit "Partisanen"

Der schöne und interessante Ausflug geht viel zu schnell vorüber, so dass wir bald wieder auf dem Weg retour nach Saigon sind. Nach einer kurzen Mittagspause, bei der wir alle überrascht sind dass wir statt der vermeintlich bestellten Nudeln eine, allerdings sehr gute, Nudelsuppe mit Huhn erhalten starten wir zu einer ersten Erkundung der Stadt. Das Hauptpostamt, aus der französischen Kolonialzeit, mit seiner schönen Deckenkonstruktion und die gleich daneben liegende Kathedrale Notre Dame, mit ihren bunten Mosaikfenstern, stehen zuerst am Programm. Stopps vor der modernen Skyline und dem Rathaus runden den ersten Teil der Stadtbesichtigung ab. Vor der Fahrt zum Hotel machen wir uns noch auf die Suche nach Fischgewürzen, welche Renate als Geschenk mit nach Hause nehmen will. Trotz Besuchs von mehreren Geschäften und Supermärkten verläuft diese allerdings ziemlich ergebnislos. Durch den abendlichen Stoßverkehr geht es in Richtung des Ramana Hotels Saigon. Der Verkehr ist faszinierend: 1. und 2. Spur sind verstopft mit Mopeds, meist in 7-10 Reihen nebeneinander, in der 3. Spur stauen die Autos. Besonders lustig ist das Abbiegen aus der letzen Spur nach rechts, quer durch die Reihen der geradeaus fahrenden Mopeds! Das ist zwar immer knapp, aber irgendwie geht es sich immer aus! … und falls die Mopeds auf der Strasse einmal keinen Platz mehr haben kann es schon mal vorkommen dass sie auf den Gehsteig ausweichen! Wir erreichen das Hotel unfallfrei und nach kurzer Pause rücken wir um 19 Uhr zum Abendessen aus. Ein langer Spaziergang entlang der Strasse auf der Suche nach einem halbwegs ansprechenden Restaurant bleibt erfolglos. Auch ein KFC findet keinen allgemeinen Anklang, so dass wir uns ins Hotel zurück begeben und das Abendessen hier einnehmen.

Hauptpostamt im großen Saal des Hauptpostamtes Kathedrale Notre Dame Weihnachtsschmuck im modernen Saigon modernes Saigon
SAIGON: Hauptpostamt / großer Saal des Hauptpostamtes / Kathedrale / 2x modernes Saigon

Am Morgen verlassen wir die Stadt in Richtung Süd-Westen. Unser Ziel ist das Mekong Delta, welches wir in etwa dreistündiger Fahrt erreichen. Die erste Stunde geht es durch das morgendliche Verkehrschaos Saigons bevor die Stadt schier endlosen Reisfeldern Platz macht. In My Tho besuchen wir zuerst den Cao Dai Tempel. Die Religion der Cao Dai ist eine Mischung aus den verschiedensten Glaubensrichtungen, genau so sieht auch der Tempel aus, welche angeblich nur hier im Süden Vietnams ausgeübt wird und die das linke Auge verehren. Recht schrill, aber schön! Nur wenige 100 m weiter stehen wir dann an einem der Arme des Mekong, steigen in ein Longtailboot um und durchkurven zunächst einen schwimmenden Markt. Ich habe mir das so vorgestellt wie jenen von Damnoen Saduak in der Nähe von Bangkok. Ist aber bei weitem nicht so! Ein paar größere Schiffe stehen herum, man hat die Gelegenheit anzulegen und die Erzeugnisse zu kaufen. Nicht besonders sehenswert! Als nächstes besuchen wir einen Betrieb zur Erzeugung von Puffreis und anderen Süßigkeiten. Wirklich interessant zu sehen und zu hören wie hier Reis, Kokos, Bananen, etc. verarbeitet werden. Zwischendurch werden auch immer wieder Kostproben gereicht und am Ende gibt es noch Jasmintee und - natürlich - die Möglichkeit die Erzeugnisse der Fabrik, aber auch Souvenirs aller Art, käuflich zu erwerben.

Dao Dai Tempel Eingangsportal am schwimmenden Markt Schweissarbeiten ohne Schirm!
MEKONG DELTA: 2x Cao Dai Tempel / Schwimmender Markt / Handwerker

Wieder zurück am Boot überqueren wir zunächst den Mekong um dann in einen schmäleren Seitenarm einzufahren. Unterwegs gibt es auch einen kleinen Imbiss aus Früchten und Kokosmilch direkt aus der -nuss. Recht viel gibt es in dem Seitenarm aber nicht zu sehen. Was mir, wie schon überall anders in Vietnam, auffällt ist, dass es fast keine Vögel gibt. Eigentlich sollte man ja glauben dass die weitläufige Natur ein Paradies für sie sei! Nach etwa einer Stunde erfolgt ein Stopp mit Gelegenheit zum Mittagessen. Da das Lokal bzw. die angebotenen Speisen unseren Mädels natürlich nicht zusagen verzichten wir darauf obwohl mir beim Anblick eines am Nebentisch servierten, anscheinend gegrillten, Fisch das Wasser im Mund zusammenläuft. So belassen wir es dabei die auch hier gereichten Früchte zu probieren und einer, sehr nett dargebrachten, Vorführung von vier Folklorestücken zu lauschen. Anschließend starten wir die Rückfahrt. Nachdem wir den Mekong bis zu einer Insel durchquert haben kommt plötzlich die Anweisung zum Umsteigen auf zwei kleine Ruderboote. Das ist naturgemäß eine ziemlich wackelige Angelegenheit die wir aber unfallfrei schaffen! Nun geht es eine weitere knappe Stunde durch einen weit schmäleren Seitenarm. Eine sehr nette Fahrt, aber leider schrecklich unbequem zu sitzen, so dass mir gegen Ende sogar die Füße einschlafen! So bin zumindest ich ziemlich froh darüber dass wir für die letzten Meter wieder zurück aufs Longtailboot wechseln können! Gegen 15.30 machen wir uns auf den Rückweg in die Stadt. Unterwegs nehmen wir noch ein kombiniertes Mittags/Abendessen an einem ziemlich neu errichteten Touristenstopp ein und treffen gegen 19 Uhr wieder bei unserem Hotel ein. Hier nehmen wir noch einen Schlummertrunk an der Bar zu uns bevor wir uns relativ früh auf die Zimmer begeben.



Im Mekong Delta

Damit ist auch schon wieder der letzte Tag der Rundreise angebrochen. Bevor wir zu unserem Baderessort aufbrechen besuchen wir noch das Chinesenviertel Saigons, Cho Lon. Zunächst eine Spazierfahrt kreuz und quer durch den Stadtteil, dann ein Besuch am größten chinesischen Markt der Stadt. Hier machen wir einen etwa halbstündigen Bummel. Ich glaube es gibt fast nichts was man hier nicht kaufen kann. Anschließend besuchen wir noch die Chua Thien Hau Pagode, angeblich die schönste des Viertels. Vor allem die Reliefs an den Dachbalken sind farbenfroh und wirklich schön. Damit ist das Besichtigungsprogramm abgeschlossen und um etwa 10.30 nehmen wir die vierstündige Fahrt nach Phan Thiet in Angriff. Die ersten beiden davon verbringen wir im Stau in Saigon, den vorgelagerten Industriegebieten und in Bien Hoa. Sind es in der Stadt zunächst nur die üblichen Mopeds, kommt außerhalb auch noch der Schwerverkehr dazu. Da geht es zu wie bei uns auf der Westautobahn! … nur nicht so geordnet! Später werden dann Häuser und Verkehr spärlicher. Es folgt eine ziemlich trostlose Landschaft, so dass wir es bei einer kurzen Mittagspause und einem Fotostopp bei einer Plantage mit Teufelsfrüchten belassen.

Mopedchaos im Stadtverkehr am chinesischen Markt Ich, Robert, Renate, Karl und Sonja am chinesichen Markt Eingang zur Chua Thien Hau Pagode
SAIGON: Mopeds in der Stadt / chinesicher Markt / wir am chinesischen Markt / Chua Thien Hau Pagode

… und so unwahrscheinlich es ist ziemlich genau um 16.30 erreichen wir unser Ziel, das Blue Ocean Resort. Die im Jahr 2008 renovierte Anlage macht einen recht schönen und gepflegten Eindruck, so dass wir, nach beziehen der Zimmer, den Rest des Nachmittags dazu nutzen einen ersten Erkundungsrundgang zu starten. Dabei wird unser erster Eindruck durchaus bestätigt. Lediglich die Brandung am Strand scheint ein wenig heftig zu sein und das Wetter ist auch nicht optimal: es ist durchgehend bewölkt und ein Blick ins Internet verheißt auch nicht gerade eine Verbesserung in den nächsten Tagen; im Gegenteil, für morgen ist sogar Regen angesagt! Gegen Abend machen wir auch noch einen Streifzug über die Promenade und vor allem Sonja und Renate sind glücklich darüber dass sich gegenüber dem Hotel ein italienisches Restaurant befindet. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit sie daran vorbeizubringen, so dass am Abend Pizza auf dem Speiseplan steht!

Der Rest des Urlaubs ist sehr erholsam. Das Wetter ist bei weitem nicht so schlecht wie vorhergesagt. Es ist zwar oft bewölkt, der vorhergesagte Regen bleibt aber zum Glück aus. Im Laufe der Tage lässt auch der Wellengang nach so dass auch dem Badevergnügen keine Grenzen mehr gesetzt sind. Dazu kommt noch dass das Hotel bei weitem nicht voll besetzt ist, so dass es keine Probleme gibt ein ruhiges Plätzchen am Strand zu finden. Mittags nehmen wir meist einen kleinen Imbiss im Hotel zu uns, um am Abend in einem der vielen Restaurants an der Promenade zu speisen. Egel in welches Lokal wir gehen, das Essen ist überall ausgezeichnet. Allerdings gibt es fast jedes Mal das Problem dass, obwohl die Bestellung sowieso immer per zeigen auf die Speisekarte erfolgt, irgendetwas Falsches serviert wird oder dass manches überhaupt nicht kommt. Auch bei der Bezahlung haben wir manchmal Schwierigkeiten, da es hier anscheinend nicht üblich ist getrennt zu bezahlen! Aber irgendwie schaffen wir es immer - ob mit oder ohne Hilfe des Personals - den Betrag aufzuteilen.


Blue Ocean Resort Phan Thiet


Strand vor dem Blue Ocean

So gehen die wenigen Tage viel zu schnell vorbei und die Rückreise steht an. Am 16. 12. um 13 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt und fahren zurück zum Flughafen Saigon. Die Fahrt dauert um einiges länger als bei der Hinreise und als wir schon befürchten dass uns die Zeit knapp wird taucht mitten in der City plötzlich das Terminal vor uns auf! Binnen weniger Minuten ist das Gepäck eingecheckt und auch die Passkontrolle absolviert. Pünktlich startet dann unsere Maschine von Thai Airways nach Bangkok. Dort müssen wir erst einmal orientieren und finden uns bald in einer Menschenschlange, beim Zugang zum Gate, wieder. Es dauert einige Zeit bis wir die Kontrolle passiert haben so dass nur noch wenige Minuten bis zum einsteigen in die Boeing von Austrian Airlines übrig bleibt. Angesichts der derzeit herrschenden Wetterlage in Mitteleuropa sind wir froh dass wir diesmal direkt nach Wien fliegen und uns den Umweg über Deutschland ersparen. Pünktlich um Mitternacht heben wir ab zum elfstündigen Flug in die Heimat, wo wir gegen 5 Uhr morgens wohlbehalten landen.


HINWEIS: Diese und weitere Fotos aus der Dominikanischen Republik kann man unter dem link pervan.de in größerer Auflösung betrachten. Weiters besteht dort die Möglichkeit diese als Grußkarten zu versenden.



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