Der Sommer daheim war lange, so dass es mich nun wieder in die Ferne zieht. Nach einigem Suchen habe ich beim Reiseveranstalter
ITS Billa, die "Große Marokko Rundreise" gebucht. Am 5. Oktober ist es dann so weit.
Es geht endlich los! Mit einer Boeing 737-800, der Lauda Air, starte ich, am
frühen Morgen, von Wien-Schwechat aus nach Agadir.
Da es aber auch eine Zwischenlandung in Casablanca gibt,
dauert es etwa sechs Stunden bis ich mein Ziel erreiche. Dort angekommen erfolgt erst einmal der Transfer zum Hotel Intouriste, dem
Quartier für die erste Nacht, da die Rundreise erst morgen, Mittwoch, startet. Das Hotel macht einen relativ neuen Eindruck und das
Zimmer, aber auch der dazugehörige Balkon, ist riesig. Ein kleiner Spielverderber ist das Wetter: es ist zwar relativ warm, aber am
Himmel hängen die Wolken tief und es sieht nach Regen aus. … und das in Agadir, wo es angeblich 300 Sonnentage im Jahr gibt! Bei
diesem Wetter kann ich mich, noch dazu wo das Hotel ziemlich am Stadtrand liegt, nicht dazu durchringen auf Sightseeing Tour zu
gehen bzw. den nahen Strand zu besuchen. Daher nutze ich den Nachmittag um mich am Hotelpool zu Akklimatisieren und in den
Reiseführern zu stöbern. Um 19.00 Uhr gibt es dann noch eine kurze Info-Veranstaltung durch unseren Reiseleiter Rashid, im Anschluss
daran Abendessen und angesichts dessen dass morgen schon früh der Start erfolgt begebe ich mich dann auch bald aufs Zimmer.
Am Mittwoch liegt dann eine Marathonetappe vor uns: Ziel ist Casablanca! Ich frage mich warum wir nicht gleich von dort aus zur
Rundreise starten, noch dazu wo wir da ja gestern eine Zwischenlandung hatten. Aber das liegt wohl daran, dass die Reisegruppe
hauptsächlich aus Deutschen besteht, die Agadir direkt angeflogen haben. Aber von Anfang an: vor uns liegen also 500 km. Zunächst
führt die Strasse direkt hinein in die Bergwelt des hohen Atlas, vorbei an der schönen, farbintensiven Gebirgslandschaft. Doch dann
geht es hinaus in eine weite, und teilweise öde, Ebene, in der auch Marrakech,
die "rote Stadt" oder auch "Perle des Südens", liegt. Hier kommen wir gegen Mittag an und machen einen Besichtigungsstopp bei der
Koutoubia Moschee. Das 77m hohe Minarett aus dem 12. Jh. gilt als der besterhaltene Turm dieser Zeit und diente lange Zeit als
Vorbild für das klassische marokkanische Minarett, das im Gegensatz zu allen anderen islamischen Ländern nicht rund sondern
viereckig ist. Der Legende nach wurden die drei goldenen Kugeln an der Spitze aus eingeschmolzenem Schmuck einer Frau Sultan el
Mansour´s gefertigt, die diesen spendete nachdem sie im Ramadan das Fastengebot gebrochen hatte. Leider ist eine Innenbesichtigung
nicht möglich, da, wie in allen in Marokko noch in Verwendung stehenden Moscheen und Königspalästen, der Eintritt nur für Moslems
erlaubt ist. Nach dem Mittagessen setzen wir unsere Fahrt dann in Richtung Tagesziel fort. Dort angekommen machen wir eine kurze
Rundfahrt durch diese moderne Stadt, deren einziger Höhepunkt die in den Jahren 1987 bis 1993 errichtete Große Moschee Hassan II.
ist. Die Moschee liegt inmitten eines prächtigen Komplexes aus Sakralbauten und gilt als die Zweitgrößte weltweit. Das Minarett ragt
200m in die Höhe und gilt als modernes Wahrzeichen der Stadt. Da wir hier erst in der Abenddämmerung eintreffen haben wir das Glück
das Bauwerk in voller Beleuchtung zu erleben, was äußerst beeindruckend ist. Von hier eht es dann direkt weiter zum am Stadtrand
gelegenen Hotel Galaxy, unserem Quartier für diese Nacht.
Marrakech, Koutoubia Moschee / Volltanken bitte! / Casablanca, Große Moschee Hassan II. bei Tag und bei Nacht
So, heute geht es endlich los mit der Besichtigung der Königsstädte. Doch dazu müssen wir zuerst einmal die
ca. 90 km, immer entlang des Atlantiks, bis Rabat hinter
uns bringen. Dort angekommen legen wir den ersten Stopp beim Königspalast ein. Obwohl dieser vom derzeitigen König Mohammed VI.
nur in Ausnahmefällen, für Repräsentationstermine, benützt wird ist auch hier eine Innenbesichtigung nicht möglich, so dass es
bald weitergeht zum Mausoleum König Mohammed V. Hier befinden sich die Sarkophage der letzten beiden Herrscher des Landes, eben
Mohammed V. (1927-1961) und Hassan II. (1961-1999). Der moderne Bau, mit seiner marmornen Freitreppe, steht in krassem Gegensatz
zu dem gleich daneben liegenden Hassan Turm, mit seinen Steinreliefs, und den Überresten der geplanten, aber niemals vollendeten,
Hassan Moschee aus dem 12. Jh. Trotzdem bilden sie eine faszinierende Einheit. Als nächstes steht dann das Durchstreifen der auf
dem Programm. Bei der Mündung des Bou Regreg, dem Grenzfluss zwischen den Städten Rabat und Sale, in den Atlantik liegt sie malerisch
am Steilfels. Die ehemalige Militärkasbah aus dem 10. Jh. ist heute Zentrum der Stadt und wird von den Farben blau und weiß dominiert.
Bemerkenswert sind unter anderem der schöne Andalusische Garten und die Aussicht hinunter auf den Fluss.
Rabat: Königspalast / Mausoleum König Mohammed V. mit Hassan Turm / Oudaia-Kasbah
Weiter geht es dann zur nächsten Königsstadt, Meknes.
Die Straße verlässt die Atlantikküste und führt Richtung Osten ins Landesinnere. Nach 140km - oder ca. zwei Stunden - erreichen wir
dann die Stadt am Fuße des Mittleren Atlas. Hier machen wir zunächst Mittagspause, bevor wir zu einer kurzen Rundfahrt um die
Stadtmauer aufbrechen. Dann geht es zu Fuß in die Altstadt. Erstes Ziel ist das Mausoleum Moulay Ismails, dem brutalen Herrscher
der Marokko von 1672 bis 1727 regierte. Der Legende nach soll er 500 Ehefrauen gehabt haben, die ihm 700 Söhne und unzählige Töchter
gebaren. Das Mausoleum selbst ist, mit seinen steinernen Arabesken, ein maurischer Prunkbau in dem der Sarkophag des Herrschers zu
finden ist. Als nächstes folgt ein etwa einstündiger Spaziergang durch die Medina der Stadt, deren End- und auch Höhepunkt das
Siegestor, das prächtigste der zahlreichen Tore der Stadtmauer, ist. Damit müssen wir dann Meknes auch schon wieder verlassen. Unser
Tagesziel ist die älteste und vielleicht schönste der Königsstädte, nämlich Fes. Doch davon trennen uns noch etwa 60km. Wir erreichen
dann Fes in der Dämmerung und beziehen, diesmal für zwei Nächte,
Quartier im Hotel Makhzen Zalagh. Die Zeit bis zum Abendessen nutze ich noch für einen Spaziergang entlang der Hauptstraße des
modernen Stadtteils, der Avenue Hassan II. Das ist aber nichts anderes als "Füßevertreten", denn außer viel Verkehr und einigen
kleinen Straßencafes gibt es nicht viel zu sehen.
Meknes: Innenaufnahme Mausloleum Mouay Ismails (2x) / in den Souks der Stadt / Siegestor
Heute, Freitag, der 8. 10. 2004, ist endlich einmal ein Tag an dem wir nicht unzählige Stunden im Bus verbringen.
Auf dem Programm steht die Besichtigung von Fes. Doch bevor wir uns ins Getümmel der Altstadt stürzen fahren wir hinauf zum Borj Sud,
einem Aussichtspunkt oberhalb der Stadt, um uns einen Überblick über das ganze gewaltige Ensemble der beiden alten Stadtteile zu
verschaffen. Vormittags verbringen wir dann mit einem Bummel in Fes-El-Bali, der Medina die teilweise aus dem 9. Jh. stammt. In den
engen, verwinkelten Gassen herrscht ein Gewirr von Menschen, Eseln, Handkarren und auch Fahrrädern. Und wenn alle paar Sekunden von
irgendwoher der Ruf "Ballak" ertönt, so hat das nichts mit dem deutschen Fußballer zu tun, sondern ist das ein Hinweis darauf dass
man ausweichen soll um nicht unter die Räder bzw. unter die Hufe eines Esels zu geraten. Höhepunkte sind die Karaouine-Moschee, die
größte Freitagsmoschee der Stadt, im Jahr 862 durch die Stiftung einer Muslimin gegründet, in deren Zubauten eine der ältesten und
richtungsweisenden Universitäten des Islams untergebracht ist, der Besuch einer Gerberei und Färberei, der allerdings auch sehr
geruchsintensiv ist, und einer traditionellen Weberei. Dazu kommen, die bei Rundreisen schon obligatorischen, Verkaufsveranstaltungen.
Diesmal sind es eine Teppichknüpferei und eine Messingschmiede. Dann ist erst mal Mittagspause angesagt, bevor es am Nachmittag
zunächst mit dem Königspalast, wo natürlich wieder nur eine Außenbesichtigung möglich ist, und mit dem Stadtteil Fes-El-Jedid
(Neu-Fes) aus dem 13. Jh. weitergeht. Beim, erst 1913 erbauten Bab Boujeloud, dem blauen Tor, das einen schönen Rahmen für die
Minarette der Bou-Inania und Sidi-Lazaze-Moschee abgibt, verlassen wir dann die Medina und fahren, mit einem kleinen Umweg über
den Borj Nord, einem weitern Aussichtspunkt, zurück zum Hotel. Am Nachmittag ist dann ausspannen am Hotelpool angesagt. Nach dem
Abendessen dann noch ein kleiner Spaziergang durch die Avenue Hassan II. und zum Abschluss des Tages noch ein Bierchen in einem der kleinen Lokale.
Fes: Gerberei und Färberei / Blick in die Karaoine Moschee / Königspalast / Blaues Tor
Nachdem wir gestern den Bus nur selten und kurz gesehen haben, so liegen heute wieder 400km vor uns, was eine
Fahrzeit von etwa 8 Stunden bedeutet. Schon bald nachdem wir Fes verlassen haben führt die Strasse hinauf in den Mittleren Atlas.
Einen ersten Halt machen wir in Ifrane, eine Stadt die von den Franzosen
in den 1920er Jahren angelegt wurde. Dementsprechend ist auch die Architektur: nichts erinnert an Marokko. Die Häuser tragen, wegen
des im Winter öfter vorkommenden Schneefalls, Satteldächer und man wähnt sich überall nur nicht am Rande der Sahara. In der Nähe der
Stadt gibt es auch ein bekanntes Wintersportzentrum am 2036m hohen Mischliffen. Von hier geht es dann weiter, vorbei an
abwechslungsreicher Landschaft, über den Col du Zad, mit 2178m einer der höchsten Pässe des Landes, nach Midelt, wo wir auch unsere
Mittagspause einlegen. Auch Nachmittags geht es immer weiter in Richtung Süden, immer entlang des Ziz bis nach
Er Rachidia. Gerade als wir dort ankommen kommt ein Sandsturm, mit
leichtem Regen, auf, so dass wir anschließend nur noch einen eingeschränkten Blick auf die schönen Oasenlandschaften haben die wir
an diesem Tag noch passieren. Den Höhepunkt erreichen Niederschlag und Sturm natürlich gerade dann als wir in der Dämmerung in
unserem Etappenziel Erfoud ankommen und den Bus verlassen müssen.
Quartier beziehen wir für diese Nacht im wunderschön angelegten Riad-Hotel Salam. Riads beherbergten einst ganze Sippen, wobei
jedoch jede Familie ein eigene Wohnung hatte. Im Laufe der Zeit wurden dann diese Wohnstrukturen auf kleine, manchmal recht
luxuriöse, Hotels übertragen. Wie auch immer: das Hotel ist recht nett, nur die im Garten extrem laut zwitschernden Vögel sind sehr
nervend!
Ifrane / Unterwegs / Oase am Ufer des Ziz / Dünen des Erg Chebbi
Für den frühen Morgen habe ich einen Ausflug per Landrover hinaus zum etwa 60km entfernten
Erg Chebbi, einen Dünenberg mit den höchsten Sanddünen Marokkos gebucht.
Das Wetter hat sich zum Glück über Nacht gebessert, so dass wir bereits um 4.45 starten um an den Dünen den Sonnenaufgang zu
genießen. Dort angekommen erklimmen wir die ersten Dünen und sind auch rechtzeitig vor Ort. Aber leider nur wir, die Sonne kommt
nicht richtig hervor, da doch noch Wolken den Himmel verdecken. Dadurch ist der Anblick auch lange nicht so gewaltig wie erwartet,
da von der Farbenpracht und den Konturen des Sandes nichts zu sehen ist. Etwas Enttäuscht machen wir uns auf den Rückweg, der noch
einige Überraschungen in sich birgt. Zunächst halten wir an einem Beduinenzelt, offensichtlich das Heim unseres Fahrers, und haben
dabei Gelegenheit alles aus nächster Nähe zu betrachten und zu fotografieren. Kurz vor Erfoud fahren wir auch noch hinauf auf den
Hausberg der Stadt, den Borj-Est, von wo aus wir einen herrlichen Blick auf die Stadt haben. Zurück im Hotel bleibt gerade noch Zeit
zum Frühstück bevor es wieder los geht. Wieder liegen 330km vor uns. Zunächst fahren wir durch die weite Ebene zwischen Hohem- und
Anti-Atlas, immer entlang der mit zahlreichen Dattelpalmen bewachsenen Oasen. Anfangs werden wir dabei von den alten
Bewässerungsanlagen begleitet, deren "Putzschächte" in Form von überdimensionalen Maulwurfhügeln in der Gegend herumstehen. Bei
Tinahir, einem der größeren Oasenorte, biegen wir dann von der Hauptstraße ab zur Todra-Schlucht.
Gewaltig ragen die Steilhänge bis zu einer Höhe von 300m über der Straße auf, der Fluss selbst ist aber nur ein Rinnsal bzw. ist er
ganz ausgetrocknet. Trotzdem ist die Schlucht ein absolutes Highlight! Nach der Mittagspause machen wir uns dann zurück auf den Weg
nach Tinahir und weiter in Richtung Ouarzazate. Hier erreichen wir
dann bald das Dades Tal. Die Besonderheit der Oasen ist, dass hier nicht Dattelpalmen sondern zahlreiche Obstbäume wachsen. Nur
wenige Kilometer abseits des Tales hat auch der Dades seine Schlucht, die auch sehenswert sein soll, doch leider reicht die Zeit
nicht zu einem Besuch. Die Fahrt führt auch weiterhin immer entlang der Oasen mit ihren zahlreichen Kasbah´s. Doch die Landschaft
wird deutlich flacher und auch etwas eintöniger. Erst die letzten Kilometer vor Ouarzazate, die Stadt liegt in 1160m Höhe auf einem
Wüstenplateau, werden wieder hügeliger und interessanter. Allerdings bricht da auch schon wieder die Dämmerung herein, so dass die
Zeit gerade noch reicht einen Blick auf die Taourirt-Kasbah, eine der schönsten des Landes und Residenz des Glaoui-Clans, zu werfen.
Der mächtige Berberstamm kontrollierte die Karawanenwege über den Hohen Atlas und weite Gebiete der Präsahara bis weit ins 20. Jh.
hinein und der Lehmpalast, mit seinen reichen Fassadenornamenten, zeugt nicht nur von ihrer wirtschaftlichen, sozialen und
politischen Macht, sondern dokumentiert auch die strategische Bedeutung des Gebietes. Unser Nachtquartier schlagen wir heute im
schönen, aber doch schon etwas abgewohnten, Hotel Kenzi Azghor auf.
Kamele / Todra-Schlucht / Kasbah / Ouarzazate, Taourirt Kasbah
Damit brechen wir auch schon wieder zum letzten Tag der Rundreise auf. Zum
wiederholten Mal führt unser Weg durch den Hohen Atlas; diesmal allerdings anscheinend an seiner
schönsten Stelle. Beeindruckend ist die Landschaft bei der Auffahrt zum höchsten Pass des Landes, den
2260m hohen Tizi-n-Tichka. Trotz dieser Höhe wirken die umliegenden Berge, die zu den höchsten des
Landes zählen und bis über 4000m aufragen, noch immer mächtig. Ein besonderes Erlebnis ist die Abfahrt
auf engen, kurvenreichen Straßen, die in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts von der
französischen Fremdenlegion angelegt wurden. Gegen Mittag erreichen wir dann unser Ziel, Marrakech.
Nachdem wir erst mal unsere Zimmer im Hotel Ayoub beziehen und eine kurze Mittagspause einlegen,
machen wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Unser erstes Ziel sind die Saadier-Gräber. Die
Gräber wurden einst zugemauert und erst 1917 von den Franzosen, im Zuge von Luftaufnahmen
wiederentdeckt. In ihren beiden Mausoleen aus italienischen Carrara Marmor ruhen die vier wichtigsten
Herrscher der gleichnamigen Herrscher Dynastie. Im Anschluss daran folgt ein Spaziergang durch die
Souks der Stadt. In den schmalen Gassen finden sich zahlreiche Werkstätten, Handwerksbetriebe und jede
Menge kleine Geschäfte die alles nur erdenkliche anbieten. Zum Abschluss dar natürlich auch eine
Verkaufsveranstaltung nicht fehlen. Diesmal ist es eine Apotheke die auf alte afrikanische und
ägyptische Naturheilmittel schwört und diese natürlich auch uns Touristen zukommen lassen will. Doch
auch das geht vorbei, so dass wir rechtzeitig vor Sonnenuntergang den Jeema-El-Fna-Platz, das größte
Freilicht Variete Afrikas, erreichen. Neben Schlangenbeschwörern, folkloristischen Musikgruppen und
Affenbändigern kann man sich auch die Zukunft voraus sagen lassen oder an den zahlreichen
Verpflegungsständen zulangen. Nach einem Streifzug über den Platz, bei dem ich aber vor allem immer
auf den Respektabstand zu den Schlangenbeschwörern achte, begebe ich mich rechtzeitig vor
Sonnenuntergang auf die Terrasse des Glacier-Cafes. Von hier aus hat man den besten Überblick über den
gesamten Platz bis hin zur Koutoubia-Moschee, die die untergehende Sonne - zumindest jetzt im Oktober
- in ein herrliches Licht setzt. Viel zu früh geht es dann zurück ins Hotel, damit wir uns noch für
den Abend frisch machen können. Auf dem Programm steht ein Besuch bei Chez Ami, einem Themenhotel und
-restaurant etwa 10km außerhalb der Stadt, in dem uns neben dem Abendessen folklorische Darbietungen
und Reiterspiele geboten werden. Alles in allem ein recht nettes Programm zum Abschluss unserer Reise.
Bis wir wieder ins Hotel zurück kommen ist es schon fast Mitternacht.
Blick vom Tizi-n-Tichka Pass / Saadier-Gräber / Marrakech: Jeema-El-Fna-Platz / Minarett der Kououbia-Moschee
Heute müssen wir noch einmal früh aus den Federn. Der Transfer zum Flughafen
in Agadir steht auf dem Programm. Immerhin müssen wir mit einer Fahrzeit von etwas über vier Stunden
rechnen und unser Flug zurück nach Wien startet um 12.40. Um 6 Uhr starten wir, zum letzten Mal geht es
durch den Hohen Atlas. Kurz vor Agadir kommen wir dann zu einen Unfall: ein LKW ist umgestürzt. Da aber
zum Glück nur die halbe Straße blockiert ist, kommen wir mit einem Aufenthalt von einer knappen Stunde
relativ glimpflich davon und haben auch kein Problem unseren Flieger zu erreichen. Aber wenn der Wagen
nur ein bis zwei Meter weiter in der Straße gelegen wäre hätten wir den wohl abschreiben müssen. So aber ist
alles gut gegangen und um 18.30 lande ich wohlbehalten in Wien.
HINWEIS: Diese und weitere Fotos aus Marokko kann man unter dem link pervan.de in größerer Auflösung betrachten. Weiters besteht dort die Möglichkeit diese als Grußkarten zu versenden.

|
|