Endlich ist es soweit! Der 26. November ist da, und damit der Tag der Abreise! Bereits um 4.15 ist Tagwache
und nur wenig später Start zum Flughafen Wien
Schwechat. Beim check-in ist noch wenig los, so dass das schnell erledigt ist. Kurz vor 8 Uhr heben wir dann,
an Bord einer Boeing 767-300 von
Lauda Air, ab in Richtung Cancun. Es ist insgesamt ein sehr
ruhiger Flug fast ohne Turbulenzen, nur nach etwa 11 ½ Stunden unterbrochen von einer Zwischenlandung in
Varadero (Kuba). Die dauert etwa 90 Minuten und zum Glück für
uns Raucher müssen wir von Bord gehen und können so unserem Laster frönen. Der Weiterflug nach
Cancun dauert dann nur noch wenige Minuten und etwa um
15.10 Ortszeit (= 22.10 MEZ) erreichen wir unser Ziel. Relativ rasch bringen wir die Passkontrolle hinter uns und
können unser Gepäck in Empfang nehmen. Interessant ist das System der Zollkontrolle: man drückt einen Button und je
nachdem ob Rot oder Grün aufleuchten wird das Gepäck überprüft - oder auch nicht!
Außerhalb des Flughafengebäudes sammelt sich unsere Reisegruppe, wobei sich herausstellt, dass diese nur aus sechs
Personen besteht. Das sind neben Sonja, Karl und mir noch Renate und Robert aus dem Burgenland, sowie ein weiterer,
lange Zeit "namenloser", Mitreisender. Es empfängt uns hier auch unser Reiseleiter, und gleichzeitig auch Fahrer,
der sich als "Häuptling Weiße Feder, vom Stamm der Yaqui-Indianer"
vorstellt. Er sieht auch genauso aus, wie ich mir einen Indio-Häuptling vorstelle: alt, krummbeinig, langes graues
Haar und ein Amulett aus Klapperschlangen-Rasseln um den Hals! Zunächst spricht er nur in einem relativ
unverständlichen Kauderwelsch, so dass wir schon befürchten, dass er der deutschen Sprache nicht mächtig ist.
Doch diese Bedenken zerstreuen sich bereits auf der Weiterfahrt ins etwa 160 km entfernte
Valladolid, die wir noch an diesem Tag zu
absolvieren haben: plötzlich spricht er fast perfektes Deutsch, mit deutlichem österreichischen Akzent, und es
stellt sich heraus, dass er fast 20 Jahre in Österreich gelebt hat! Die Fahrt nach Valladolid über die, weil
mautpflichtig fast leere, Autobahn A 180 dauert etwa zwei Stunden und nach der Ankunft beziehen wir unsere Zimmer
für diese Nacht im Hotel Meson Marquez, direkt am Plaza Mayor (Hauptplatz) der Stadt. Danach machen wir noch einen
Rundgang um den Platz, der, obwohl die Stadt Mitte des 19. Jhds. im
"Krieg der Kasten" fast vollständig zerstört wurde, von
Bauten im typischen spanischen Kolonialstil umgeben ist. Besonders herausragend, und nicht nur wegen der Höhe, ist
dabei die Kathedrale. Nach dem kurzen Bummel nehmen wir noch das Abendessen zu uns und geben bald darauf den Kampf
gegen den Jetleg, immerhin ist es daheim schon 4 Uhr morgens, auf.

Sonja und Karl / VALLADOLID: Kathedrale /Treiben am Plaza Mayor / Weihnachtskrippe
Den heutigen Tag, und damit die eigentliche Rundreise, beginnen wir mit der etwa einstündigen
Fahrt nach Chichen Itza. Ich habe diese imposante
Mayastätte bereits vor zwei Jahren einmal besucht, weshalb ich hier nicht allzu viel darüber schreiben will. Noch
dazu ist der zweite Besuch bei weitem nicht so beeindruckend wie der Erste. Dazu trägt sicher auch bei, dass das
Besteigen der Kukulkan-Pyramide, als Folge eines tödlichen Umfalls im Frühsommer dieses Jahres, nicht mehr gestattet
ist. Auch sind Führung und Erklärungen bei weitem nicht so umfangreich wie 2004! Trotzdem benötigen wir einige Zeit
um die Anlage zu durchstreifen, bevor wir uns auf die Weiterfahrt nach Merida machen können.
Unterwegs noch ein Zwischenstopp in
Izamal, der Gelben Stadt, um dem, 1562 fertig
gestellten, Franziskanerkloster einen Besuch abzustatten. Das Kloster steht auf den Überresten einer ehemaligen
Maya-Pyramide, deren Steine praktischerweise gleich für den Bau der Anlage verwendet wurden. Größter Schatz, und
alljährlich am 8. Dezember Ziel tausender Wahlfahrer aus dem ganzen Land, ist die Statue der Lady von Izamal, der
Schutzpatronin Yucatans, die Teil des Altares ist. Bekannt ist das Kloster auch wegen seines Gründers
Fray Diego de Landa, der die alten
Schriften der Mayas als Hexenwerk verbrennen ließ und erst sehr viel später erkannte welchen Schaden er dadurch
angerichtet hatte. Von der Anhöhe bietet sich auch ein schöner Überblick über Teile der Stadt und hin zur
Kinich Kakmo Pyramide, die mit
vier Hektar Grundfläche wohl das größte Gebäude ist, das die Mayas auf der Halbinsel
Yucatan errichtet haben.

CHICHEN ITZA: Observatorium /Kukulkan Pyramide / IZMAL: Franziskanerkloster / Lady von Izmal
Bald setzen wir die Fahrt nach
Merida, der größten Stadt Yucatans, fort und beziehen dort unsere Zimmer im, nahe des Zentrums gelegenen,
Hotel Los Aluxes. In der anbrechenden Dämmerung
brechen wir von dort auf zum Zocalo, dem zentralen Platz der Stadt. Auch hier ist, wie in Valladolid, der spanische
Einfluss unübersehbar: der weitläufige Park ist umrahmt von der Kathedrale und zahlreichen kolonialen
Regierungsgebäuden. Der Balkon des heutigen Rathauses ist öffentlich zugänglich und bietet einen schönen Überblick
über den nächtlichen Platz. Nachdem wir von hier aus ein paar Fotos geschossen haben, erkunden wir noch die
umliegenden Fußgängerzonen und Einkaufsstrassen. Es herrscht überall reges Treiben, sowohl von Einheimischen als
auch von Touristen, und speziell die schön beleuchteten Gebäude rund um den Zocalo entwickeln in den Abendstunden
einen eigenen Flair, wozu sicher auch die vorweihnachtliche Beleuchtung ihren Teil beiträgt.
Nach dem Frühstück verlassen wir Merida in Richtung Uxmal.
Unterwegs machen wir noch Halt bei einem ländlichen Markt den wir durchstreifen. Ich nutze die Möglichkeit zum
Einkauf von Habanero-Chilipulver, angeblich mit Schärfegrad 10
(auf einer Skala die bis 10 reicht), habe aber bislang noch nicht gewagt diesen zu testen. Neben dem Markt befindet
sich auch noch eine Kirche, der wir noch einen kurzen Besuch abstatten, bevor die Fahrt nach Uxmal, die noch etwa
eine Stunde dauert, weitergeht. Nur kurz nach passieren des Eingangs stehen wir vor der Pyramide des Wahrsagers,
die laut einer Sage einst in einer Nacht errichtet worden sein soll, die aber leider auch nicht bestiegen werden
darf, so dass wir uns mit dem Ansehen begnügen müssen. Weiter geht es zum Nonnenviereck, dass auf allen Seiten von
den Überresten ehemaliger Paläste umgeben ist, wobei aber die Ecken jeweils offen gelassen wurden. Der Name sagt
aber nichts über die ehemalige Verwendung aus, sondern wurde erst von den spanischen Eroberern vergeben, die eine
Ähnlichkeit mit Klosteranlagen des christlichen Mittelalters sahen. Vorbei am Ballspielplatz und am Palast des
Gouverneurs geht es weiter bis zur großen Pyramide, wo dann endlich die Besteigung erlaubt ist. Die Treppen sind
nicht ganz so steil und schmal wie ich es von Chichen Itza (2004) in Erinnerung habe, so dass weder Auf- noch
Abstieg besonders anspruchsvoll sind. Von oben bietet sich allerdings ein wunderschöner Überblick über die gesamte
Anlage. Auf dem Rückweg besteigen wir noch die Treppen hinauf zum Palast des Gouverneurs, um diesen einer
eingehenden Betrachtung zu unterziehen, bevor wir zum Ausgang aufbrechen.

MERIDA: Kathedrale / UXMAL: Pyramide des Wahrsagers / Unterricht im Nonnenhof / Große Pyramide
Hier werden wir schon von "Weiße Feder" erwartet und wir brechen umgehend zu den Ruinen von
Kabah auf. Doch die Anlagen dort können, weder in Größe noch vom
gesamten Eindruck her, mit den bisher gesehenen bei weitem nicht mithalten. Außerdem sind die Renovierungsarbeiten
hier erst am Anfang und werden sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Bemerkenswert ist lediglich der
Maskentempel (Codz Poop), dessen Vorderfront mit über 250 Masken des Regengottes
Chaac verziert ist. Bald machen wir uns dann auf den langen Weg
nach Campeche. Dort machen wir zunächst eine Rundfahrt
und dann einen Stopp im Zentrum der Stadt, die auch im typischen Kolonialstil, rund um den Plaza Mayor befinden sich d
ie Kirche und die ehemaligen Regierungsgebäude, erbaut ist. Durch die Lage am Meer gibt es allerdings die
Besonderheit, dass zum Schutz vor den Piraten, im 18. Jh. eine weitläufige Festungsmauer angelegt wurde, von der
auch heute noch große Teile erhalten und zu besichtigen sind. Im Zuge unseres kleinen Spaziergangs rund um den
Zocalo besteigen wir auch die Stadtmauer und genießen hier den Sonnenuntergang, bevor wir uns auf dem Weg zu unserem
heutigen Nachtquartier, dem Hotel
Tucan Siho Playa, etwa 30 km außerhalb der Stadt, direkt am
Golf von Mexiko gelegen, machen.

KABAH: Großer Palast / Tempel der Masken / UNTERWEGS: Mittagsgetränk / CAMPECHE: Festungsmauer
Am 29. 11. steht uns die weite Fahrt, ca. 400 km, nach
Palenque bevor. Zunächst verfolgen wir die Küstenlinie des
Golf von Mexiko ins südwestliche Richtung, bevor wir dann nach Süden abbiegen um die Mayastätten in der
Provinz Chiapas zu erreichen. Insgesamt sind wir, inklusive
einer kurzen Pause, 4 ½ Stunden auf meist gut ausgebauten Strassen, unterwegs. Nach einer Mittagspause machen wir
uns an die Erkundung der größten, und wohl auch beeindruckendsten, Mayastätte Mexikos, und das obwohl erst etwa 10%
der einstigen Stadt freigelegt sind! Vom Eingang weg führen einige Stufen hinauf zu den Tempeln XII und XIII.,
sowie zum Tempel der Inschriften. Leider darf der heute nicht mehr bestiegen werden, aber in seinem Inneren, 25m
unter der Spitze, soll sich ein Sarkophag befinden, der die Überreste des Mayaherrschers Pakal enthält. Schräg
gegenüber erhebt sich das Herz der Anlage, der Palast. Der Komplex besteht aus labyrinthartigen Gängen mit einigen
Höfen und Kammern, sowie einem daran anschließenden Turm, dessen ursprüngliche Verwendung bis heute ungeklärt ist.
Begleitet vom Geschrei der Brüllaffen erklimmen wir dann
den Anstieg zu Sonnen- und Blattkreuztempel, sowie dem alles überragenden Kreuztempels. Die Besteigung der Tempel
ist zwar möglich, ich verzichte aber darauf, da ich kein festes Schuhwerk anhabe und es mir so zu riskant erscheint.
Nach der Besichtigung dieser - so genannten - Nordgruppe, unterbrochen von der Suche nach den Brüllaffen, von denen
ich wirklich einen zu Gesicht bekomme, machen wir uns auf einen Pfad durch den tropischen Regenwald, der an einigen
erst kürzlich freigelegten und noch nicht renovierten Tempeln und Pyramiden vorbeiführt, auf den Weg zum
Eingangsbereich. Hier werden wir schon von "Weiße Feder" erwartet, der uns in die Stadt Palenque zurück und zu
unserem Quartier für die nächsten zwei Nächte, dem Hotel Maya Tucan, bringt. Die letzte Stunde bis zum
Sonnenuntergang verbringen wir am Hotelpool und lassen den Tag dann gemütlich ausklingen.

PALENQUE: Tempel der Inschriften / Palast / Kreuztempel / Tucan
Am Vormittag steht ein Ausflug nach Aqua Azul auf dem Programm. Nur etwa 60 km von Palenque
entfernt liegen diese spektakulären Wasserfälle in den Bergen Chiapas, mitten im Rebellengebiet. Da es in letzter
Zeit manchmal zu Überfällen auf Reisebusse gekommen ist, treten wir diese Fahrt unter Polizeischutz an. In einem
Pick Up begleiten uns zwei Polizisten hinauf in die Berge - und mittags dann natürlich auch wieder zurück! Die Fahrt
über die engen und kurvigen Bergstrassen dauert etwa 90 Minuten, dann liegen die Wasserfälle vor uns. In mehreren
Stufen stürzt sich das Wasser über die Felsen hinunter ins Tal und nimmt dabei soviel Sauerstoff auf, dass es eine
azurblaue bis grünliche Farbe annimmt. Neben dem Flusslauf gelangt man auf einem gemütlichen Wanderweg, teilweise
über Stiegen, bis hinauf zum oberen Ende des Wasserfalls. Unterwegs findet man immer wieder kleine Naturpools, die,
abseits der Strömung, zum schwimmen und verweilen einladen. An so einem Pool machen natürlich auch wir eine längere
Pause und genießen - zumindest teilweise - das kühle Nass. Mittags machen wir uns, wieder geleitet von den beiden
Beamten der Policia de Caminos, auf den Rückweg zum Hotel. Während Sonja und Renate hier das Pool besuchen um die
Badefreuden des Vormittags zu verlängern, machen sich Karl, Robert und ich auf die Suche nach einem Taxi und brechen
ins Zentrum der Stadt auf. Es gibt hier zwar absolut nichts zu sehen, aber für einen kleinen Einkaufsbummel reicht
es durchaus! Und da eine solche Shopping-Tour natürlich auch durstig macht, genießen wir, bevor wir ins Hotel
zurückkehren, noch das ein oder andere Bierchen in einer gemütlichen Bar.
Wasserfälle von Aqua Azul / Karl und Robert beim Einkaufsbummel
Am Morgen des 1. 12. begrüßt uns ein wolkenverhangener Himmel. Das ist aber gar nicht so
schlecht, da heute sowieso nur eine Verbindungsetappe nach
Chetumal auf dem Programm steht. Unterbrochen wird
diese Fahrt über etwa 600 km, neben kurzen Stopps zum Beine vertreten, nur durch die Besichtigung der Ausgrabungen
von Becan nach etwa zwei Dritteln der Strecke. Diese
Mayastadt ist von einem 16 m breiten Graben umgeben, wobei heute jedoch vermutet wird, dass dieser nie mit Wasser
befüllt war. Zusammen mit den Resten einer Stadtmauer ist es wahrscheinlich das älteste, derzeit bekannte,
Verteidigungssystem Mexikos. Wir durchstreifen die weitläufig angelegte Stadt und kommen so auch zur Struktur X,
die eine schöne Maske des Sonnengottes Kinichna enthält, an der teilweise noch die Originalfarben erkennbar sind.
Das absolute Highlight ist aber die Besteigung der großen Pyramide, von deren Spitze sich uns ein gewaltiger
Ausblick über die Anlage und den umliegenden Dschungel bietet.
Auf der Weiterfahrt werden wir von teilweise recht heftigen Regengüssen begleitet. In Chetumal erreichen wir, nach
etwa neun Stunden Fahrt, die karibische Küste Mexikos, wobei hier allerdings noch nicht die schönen Badestrände zu
finden sind. Auch sonst hat die Stadt keinerlei Sehenswürdigkeiten zu bieten. Da wir aber hier die letzte Nacht der
Rundreise, im Hotel Holiday Inn Puerta Maya, verbringen müssen wir uns ein Abendprogramm überlegen. Das sieht dann
so aus, dass wir zunächst einen Markt, nahe dem Hotel gelegen, durchstreifen, bevor wir zu einem Bummel auf der
Haupteinkaufsstrasse der Stadt aufbrechen, wo wir bei einem gemütlichen Abendessen den Tag auch ausklingen lassen.

BECAN: Maske des Sonnengottes / Große Pyramide / Renate, Karl und Robert auf der Pyramide / Blick von der Pyramide
Damit ist auch schon wieder der letzte Tag der Rundreise angebrochen. Wir verlassen Chetumal in
nördlicher Richtung und machen bald darauf einen ersten Halt an der
Lagune von Bacalar.
Diese ist zwar landschaftlich sehr schön, allerdings sind von den, im Reiseführer versprochenen, sieben Farben des
Meeres, die aus der Vermischung von Süß- und Salzwasser resultieren, maximal drei erkennbar! Bald brechen wir dann
auf nach Tulum, der einzigen Maya Stätte die direkt am Meer
liegt. Aus dieser Lage resultiert auch der Reiz der Stadt. Doch bevor wir die Bauten zu Gesicht kommen, steht erst
einmal eine etwa 10 minütige Wanderung, vom Besucherzentrum bis zum eigentlichen Eingang, auf dem Programm.
Alternativ wäre zwar auch die Benutzung eines Touri-Zuges möglich, doch wir überlassen die begehrten Plätze lieber
den amerikanischen und älteren Gästen. Nachdem wir den Eingang passiert haben geht es zunächst einmal ein paar
Stufen hinauf, bevor wir die eigentliche Anlage zu Gesicht bekommen. Auf den ersten Blick sind die Bauten bei
weitem nicht so gewaltig wie in den anderen Maya Städten die wir bislang besucht haben. Nachdem wir allerdings die
zentralen Bauten, rund um den Palast (El Castillo), passiert haben und vom Strand bzw. Strandzugang einen Blick
zurückwerfen, wird uns erst richtig bewusst wie imposant diese über den Klippen, und dem türkis schimmernden
karibischen Meer, thronen. Bald verlassen wir aber Tulum wieder um uns auf den Weg zur letzten Etappe zu machen: zu
den verschiedenen Hotels an der Playa del
Carmen!

TULUM: El Castillo / Strand
Für Sonja, Karl und mich bedeutet dass das
RIU Tequila, in dem ich
schon vor zwei Jahren, in Anschluss an meine Guatemala
Rundreise, gewohnt habe. Es ist das bei weitem günstigste der sechs RIU-Hotels, die sich hier befinden. Noch
dazu gibt es in dieser Saison keinen Einbettzimmerzuschlag. Der günstige Preis erklärt sich dadurch, dass das
Tequila nicht direkt am Meer steht, sondern in der zweiten Reihe. So muss man halt am Morgen in etwa einen
Kilometer bis zum schönen, breiten Sandstrand, der direkt vor dem RIU Yukatan liegt, gehen oder sich mit dem zur
Verfügung stehenden Golfwagen dorthin chauffieren lassen. Tagsüber kann man aber alle Einrichtungen des Yukatan
mitbenutzen, so dass man sich erst abends wieder auf den Rückweg machen muss. Bis auf diesen kleinen Nachteil
bietet das Tequila aber alle Annehmlichkeiten die das Herz begehrt. Die schönen und geräumigen Zimmer sind in
eingeschossigen Bungalows mit jeweils sechzehn Räumen untergebracht, das Essen ist von bester Qualität und für die
Abendgestaltung stehen einige nette Bars zur Verfügung. Dazu gibt es am Abend auch täglich ganz gute Showprogramme.

RIU TEQUILA: Zufahrt / Bungalows / Pool / Ich und Karl an der Bar
Anscheinend haben wir aber auf unserer Rundreise irgendwie Regengott Chaac beleidigt. Er ist uns in dieser Woche
nicht sehr wohl gesonnen und schickt uns meist bedeckten Himmel mit teilweise heftigem Niederschlag. Nur selten
zeigt sich die Sonne und wenn dann auch immer nur kurze Zeit, bevor wir uns wieder auf die Flucht vor dem Regen
machen müssen. Trotzdem ist es eine sehr erholsame Zeit die wie im Fluge, und natürlich auch viel zu schnell,
vergeht.

Strand beim RIU Yucatan / Sportmöglichkeiten
So bricht dann auch bald der 10. Dezember, der Tag des Heimflugs, an. Bei strömenden Regen
werden wir um etwa 13 Uhr vom Hotel abgeholt und in etwa einstündiger Fahrt zum Flughafen nach Cancun gebracht,
wo dann das einchecken erstaunlich schnell über die Bühne geht. Übrigens: während des Eincheckens erfahren wir,
dass unser sechster Mitreisender auf der Rundfahrt Walter heißt! Spät aber doch! Mit etwas Verspätung heben wir,
wieder in einer Boeing von Lauda Air, gegen 17.15 ab. In einem angenehmen nächtlichen Direktflug bringt uns die
Maschine, in ziemlich genau zehn Stunden, zurück nach Wien.
HINWEIS: Diese und weitere Fotos aus Mexiko kann man unter dem link pervan.de in größerer Auflösung betrachten. Weiters besteht dort die Möglichkeit diese als Grußkarten zu versenden.
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