Hauptmenü
Sehenswert
Hammamet - ein Paradies für den Strand-Urlaub
Hammamet an der nordöstlichen Küste Tunesiens (65 Kilometer von Tunis gelegen) ist die heimliche Hauptstadt der Region Cap Bon. Alljährlich strömen Touristen aus aller Welt in das kleine Städtchen, um hier Urlaub zu machen. Und warum? – Das liegt wohl auf der Hand: Das milde Klima, die breiten Sandstrände, das schöne Hinterland, ein umfangreiches Angebot an Hotels und eine Vielzahl verschiedener Sportmöglichkeiten sind es, was das Touristenherz höher schlagen lässt. Hammamet bietet also ideale Vorraussetzungen für einen Urlaub in Tunesien.
Wer sagt denn, dass man im Urlaub nur am Strand liegen muß?
Auch diejenigen, die im Urlaub aktiv werden wollen, sind in Hammamet genau richtig. Besonders die Hotelanlagen in dem neuen Feriengebiet Hammamet – Yasmine (etwa 12 Kilometer von Hammamet) bieten neben einem schönen Sandstrand ein umfangreiches Sportangebot an. Neben einem modernen Yachthafen gibt es zwei gut gepflegte Golfanlagen: Der Hammamet Golf Course Yasmine verfügt über ein 18 – Loch- und für Anfänger über ein neun Loch Gelände. Auch der Hammamet Golf Course Citrus besitzt zwei Bahnen. Die Anlage liegt in einem Olivenhain und wurde um sechs Seen angelegt. Ebenso Taucher kommen auf ihre Kosten. Die Tauchbasen bei dem Hotel Le Sultan und dem Hotel Club Venus verfügen über Tauchschule und Equipmentverleih. Wer dann nach soviel Sport noch ein wenig das Nachtleben genießen will, wird auch nicht enttäuscht werden. Die zahlreichen Restaurants, Cafes, Diskotheken, Nachtklubs und Kasinos bieten viel Abwechslung, so daß der Urlaub mit Sicherheit nicht langweilig wird.
Die Geschichte Hammamets
In der Antike lag hier die kleine Römersiedlung Pupput, an die nur noch wenige Ruinen erinnern. Rund um die Stadt gibt es heiße Quellen, die bereits die Römer für ihre Bäderanlagen nutzten. Der Name der Stadt leitet sich von dem arabischen Wort „hammam“ (Bad) ab. Das türkische Bad (Hammam) erfreut sich noch heute großer Beliebtheit und ist auch für Ausländer zugänglich.
Der eigentliche Ort Hammamet entstand vermutlich erst im 15. Jahrhundert. Zum Teil wurde er von Seeräubern als Stützpunkt verwendet. Anschließend stand er kurze Zeit unter spanischer Herrschaft.
Hammamet wurde bereits früh touristisch erschlossen. Nach dem ersten Weltkrieg verbrachten zahlreiche Maler und Literaten, wie Oskar Wilde, Paul Klee und viele andere, hier ihren Urlaub. Als der eigentliche touristische Boom einsetzte, wurde darauf geachtet, dass viele Hotelanlagen im Stil der regionalen maurischen Tradition errichtet wurden.
Zentrum in Hammamet : Die Medina
Das Herzstück Hammamets ist die kleine übersichtliche Medina, direkt gelegen an der Küste. Sie stammt aus dem 15. Jahrhundert und wird komplett von Steinmauern umgeben. Der zentrale Platz der Altstadt ist am Haupttor. Von hier aus gelangt man direkt zu den belebten Souks, in denen die „unverzichtbaren“ Mitbringsel aus dem Urlaub angeboten werden. Die Region ist traditionell bekannt für ihr Stickereigewerbe. Entgegen anders lautender Aussagen von Einheimischen, kann man sich auch ohne Führer auf eine Erkundungstour durch die Gässchen der Medina wagen.
Südwestlich der Medina stößt man auf die goldbraune Kasbah. Die Festung aus dem 15. Jahrhundert wurde 1602 von 300 Malteserrittern erobert. Von ihren Türmen hat man einen sehr schönen Ausblick auf Stadt und Küste. Wer sich danach ein wenig ausruhen möchte, ist in dem angegliederten Terrassencafe über den Wipfeln der Medina gut aufgehoben. In dem Bazar der Kasbah wird vor allem Silberschmuck feil geboten.
Die Seitengassen in der Medina sind weniger belebt. Hier gibt es zwei Moscheen. Die große Moschee stammt aus dem 15. Jahrhundert und die Sidi Gailani wurden 1798 erbaut. Im Osten der Medina, außerhalb der Stadtmauer findet man einige alte französische und italienische Gräber.
Nordwestlich von der Medina liegt ein Platz mit einem Taxenstand, Bushaltestellen und der Touristenbahn zu den Hotels. Dort beginnt das Zentrum des modernen Hammamets. In diesem neueren Teil der Stadt gibt es einen kleinen malerischen Fischerhafen. Die Uferpromenade wird von Cafes bevölkert und läd zum Flanieren ein.
Die zwei Hauptgeschäftsstraßen Av. Habib Bourguiba und Av. de la Republique sind die Verkehrsachsen in Richtung Norden nach Sousse und in Richtung Osten nach Nabeul. Seit 1979 verfügt die Neustadt zudem über ein modernes Einkaufszentrum mit zahlreichen Boutiquen, Restaurants, Reisebüros und der Post.
Das Centre Culturel
Eines der schönsten Gebäude in Hammamet ist das heutige Centre Culturel International, eine in den 20er Jahren erbaute Villa eines rumänischen Millionärs. 1964 wurde in der herrlichen Gartenanlage ein Theater gebaut. Genießen Sie in Ihrem Urlaub eine der beeindruckende Ballet-, Musik- oder Theateraufführungen in dieser Einrichtung!
Aktivitäten
Hammamet mit seinen endlos langen Stränden ist ein lohnendes Ziel für Unterwassersportler. Klares Wasser, Felsküsten, Korallen und viele bunte Fische erwarten den ambitionierten Taucher, der in mehreren an der Küste gelegenen Zentren Tauchkurse oder Trips zu den umliegenden Inseln buchen kann. Delfine, Kraken und verlassene Schiffswracks warten in dieser zauberhaften Unterwasserwelt darauf, entdeckt zu werden. Das Kontrastprogramm zur Unterwasserwelt sind Wüstensafaris, mit dem Fahrrad, zu Fuß oder auf dem Rücken eines Dromedars sind diese ein besonderes Urlaubsabenteuer. Golfplätze in der Umgebung und Reitclubs außerhalb der Hotels bieten weitere attraktive Angebote für die Freizeitgestaltung in Ihrem Urlaub.
Pupput
Pupput liegt 70 km im Südosten von Karthago, an der Kreuzung der Landstraßen, die Clupea mit Thuburbo maius und Karthago mit Hadrumetum verbinden. 300 m im Norden der antiken Siedlung befindet sich der Teil der Nekropole, der zurzeit erkundet wird. Auf dieser 5 000 m² großen Fläche wurden rund 1 400 in Mausoleen, eingefriedeten oder offenen Landstücken verteilte Gräber erfasst und mehr als die Hälfte unter ihnen ausgegraben. Diese Zahlen drücken hinlänglich Entschluss und Willen des Staatlichen Kulturerbe-Instituts aus, diese Totenstadt zu dokumentieren. Seit 1996 im Rahmen einer Präventivaktion vorgenommene Grabungen und Erkundungen erlauben die Behauptung, dass die Grabzone wenigstens 7 ha bedeckte. Studium der den Tod angehenden Gesten und dies über einen langen Zeitraum, um daraus Fortbestand und Brüche festzuhalten, da sie die Dynamik einer Gesellschaft ebenso zum Ausdruck bringen wie der kulturelle Anpassungsprozess, den sie animieren. Zwischen einheimischer, römischer oder bereits romanisierter Bevölkerung fallen die Grabriten und Gedenkzeremonien in den Bereich der antiken Traditionen, aber auch der neuen Erfahrungen, entstanden aus den jeweiligen Konfrontationen, häufig täglich unter der Herrschaft des römischen Imperiums. Weder die den Tod angehenden Gesten noch der den Toten vorbehaltene Raum waren unveränderlich. Die Grabungen von Pupput widmen sich ihrer Geschichte.



